Ist der Gott der Bibel ein Gott des Krieges oder des Friedens?

Fall_of_JerichoEine Kritik, die man immer wieder hört, ist diese: Wenn die Bibel von einem Gott der Liebe spricht, warum hat dieser Gott die Vernichtung der kanaanitischen Völker angeordnet? Warum wird dieser Gott in der Bibel oft als Krieger dargestellt? Wird er nicht in der Lutherübersetzung Herr Zebaoth genannt, d.h. Herr der Heerscharen?

Wie lässt sich diese Beschreibung Jahwes im Alten Testament mit der Tatsache vereinbaren, dass der Messias, den er schicken will, Friedefürst genannt wird. War nicht Jesus ein Prophet des Friedens? Hat er nicht seinem Jünger Petrus im Garten Gethsemane folgendes gesagt:

Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Matthäus 26,52

Wie sollen wir diese Gegensätze verstehen? Ist letztendlich Gott für Frieden oder für Krieg? Weiterlesen „Ist der Gott der Bibel ein Gott des Krieges oder des Friedens?“

Das Problem des Bösen

Leid2Das Warum des Bösen und des Leidens in der Welt ist eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Atheisten haben vielleicht eine schnelle Antwort dazu, aber Menschen, die an Gott glauben, bleiben vor einem ungelösten Rätsel. Wenn es einen Gott gibt, der zugleich allmächtig und liebevoll ist, wie kann er so viel Böse auf Erden zulassen?

Spricht das Übel nicht gerade dafür, dass das Leben auf dieser Erde das Produkt einer blinden Evolution und einem unvorhersehbaren Schicksal ausgeliefert ist?

Wenn Gott doch existiert, wie kann er zusehen, dass so viele unschuldige Menschen durch Kriege, Krankheiten oder Hungersnöte sterben müssen? Die Antwort liegt auf der Hand: Entweder ist ein solcher Gott nicht allmächtig oder er hat keine Liebe.

Wenn wir uns mit dieser Frage befassen, dürfen wir zwei wichtige Aspekte nicht vergessen. Der eine ist logischer Art, der andere wahrscheinlichkeitstheoretisch:

  1. Können Gott und das Böse gleichzeitig existieren?
  2. Falls ja, wie wahrscheinlich ist die Existenz Gottes angesichts des Bösen?

Gemäß dem logischen Problem des Bösen kann ein liebender Gott das Böse nicht zulassen. Das Böse existiert. Deshalb kann Gott nicht existieren.

Dadurch dass wir viele Hinweise für ein gewisses Chaos im Universum haben, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiser Architekt existiert? Da oft böse Menschen ein langes und glückliches Leben haben und viele Unschuldige leiden und früh sterben müssen, wie ist so etwas mit Gottes Gerechtigkeit zu vereinbaren?

Diese beiden Aspekte wollen wir im Folgenden gleichzeitig behandeln.

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Die Auferstehung Jesu auf dem Prüfstand

puzzleWir haben uns in den letzten Blogartikeln mit den sog. Gottesbeweisen befasst. In diesem Artikel wollen wir zeigen, dass die Auferstehung Jesu Christi ein historisches Ereignis ist und deshalb auch ein Beweis für die Existenz Gottes und die Wahrheit der Bibel.

Der Apostel Paulus sagt in seinem 1. Korintherbrief:

Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.  1Kor 15,14

Paulus ist der Meinung, dass Christus wirklich auferstanden ist und dass dieses Ereignis von enstcheidender Bedeutung ist. Ist es eine Unwahrheit, dann hat der Glaube kein gültiges Fundament. Diese Aussage Paulus widerspricht ganz klar der Behauptung, dass die Verkündigung der Auferstehung alleine (Kerygma) – unabhängig von der Frage, ob Jesus wirklich leibhaftig auferstanden ist – wichtig wäre. Eine Hoffnung, die nicht auf historischen Fakten basieren würde, wäre laut Paulus eine reine Täuschung. Weiterlesen „Die Auferstehung Jesu auf dem Prüfstand“

Der moralische Gottesbeweis

puzzleBisher haben wir uns mit den drei Gottesbeweisen der theoretischen Philosophie befasst. Mit dem moralischen Gottesbeweis verlassen wir diesen Bereich. Kant befasst sich z.B. mit diesem Punkt in seiner Kritik der praktischen Vernunft.

Die Frage lautet: Gibt es moralische Prinzipien, die überall und jederzeit gelten? Können allgemein gültige Werte postuliert werden, und dies unabhängig von dem Entwicklungsstand einer Gesellschaft? Ist es noch möglich, von Gutem und Bösem zu sprechen, wenn wir nicht einen Gott postulieren, der uns sagen würde, was gut und böse ist?

Aber was ist mit absoluten Werten gemeint? – Ganz einfach, das sind solche Urteile wie:

  • die Würde des Menschen ist unantastbar.
  • Jeder Mensch wird frei geboren.
  • Männer und Frauen sollen die gleichen Rechte haben.
  • Kinder haben ein Recht auf Bildung.
  • Völkermord gehört bestraft.

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Der teleologische Gottesbeweis

puzzleDer dritte Gottesbeweis der theoretischen Philosophie wird teleologischer Gottesbeweis genannt (von griechischem telos: Zweck). Thomas von Aquin u.a. war der Meinung, dass die Welt zielgerichtet erschaffen wurde und fast alles auf Ordnung und Schönheit ausgelegt ist. Eine solche Organisation bedarf auf jeden Fall einer äußeren Ursache und diese Ursache muss intelligent sein. Aus „unintelligenter“ Materie kann die organisierte Welt, so wie wir sie kennen, nicht alleine entstanden. Ein Schöpfer-Gott muss deshalb existieren.

Der Psalmist konnte sagen:

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.  Psalm 19,2

Heute würde man von „Intelligent Design“ sprechen. Die Befürworter eines solchen Intelligent Design führen folgende Thesen an:

  • Die Naturgesetze (vor allem die Naturkonstanten) sind ganz genau, wie sie sein sollten. Wären sie nicht so fein abgestimmt, wäre das Leben im Universum nicht möglich.
  • Die Evolution, wenn es eine gibt, muss gelenkt worden sein, um die heutige Welt zu erklären. Komplizierte Lebewesen können nicht zufällig entstanden sein.
  • Das sog. Prinzip der Entropie müsste jede komplexe Form von Leben verhindern.

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Der kosmologische Gottesbeweis

puzzleWir haben im letzten Artikel den sog. ontologischen Beweis erklärt. Jetzt schauen wir uns den zweiten Gottesbeweis der theoretischen Philosophie an: es handelt sich um den sogenannten kosmologischen Beweis.

Man könnte ihn so zusammenfassen:

  1. Alles, was einen Anfang hat, muss auch einen Grund haben.
  2. Selbst dieser Grund muss eine Ursache haben.
  3. Es muss eine erste Ursache geben, von der diese Ursache-Wirkungskette ihren Ausgang genommen hat.
  4. Dieser Ausgang ist Gott, der selbst keine Ursache hat.

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