Weltverfolgungsindex 2017

Jedes Jahr erstellt die Organisation „Open Doors“ einen sog. Weltverfolgungsindex. Er zeigt, wo die Christen am härtesten verfolgt werden.

Seit Jahren hat an dem Gesamtbild sich wenig geändert:

  • den ersten Platz hat weiterhin Nordkorea und die Regime von Kim Jon-un.
  • die Plätze 2 bis 9 belegen islamische Staaten. 19 weiteren islamischen Staaten sind unter den 40 Länder dieser Liste. Somit beweist diese Religion wie „friedlich“ sie ist.

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Wo findet man das Reich Gottes?

Das Reich Gottes ist per Definition der Bereich, wo Gott herrscht. Gemeint ist sowohl seine Herrschaft im Himmel, seine Herrschaft auf Erden als auch seine Herrschaft in der Endzeit. Die Propheten des AT verkünden eine Zeit, wo die Erde voll von Erkenntnis der Ehre des HERRN werden wird, wie Wasser das Meer bedeckt (Habakuk 2,14).

Zur Zeit Jesu herrschten die Römer über Israel. Die frommen Juden erwarteten eine Befreiung, wie zur Zeit der Makkabäer. Das Problem war nicht nur, dass die Römer ihre politische Macht ausübten, sondern auch dass der römische Kaiser, wie damals Antiochus Epiphanes, immer mehr Einfluss auf das religiöse Leben haben wollte. Das war für die Juden undenkbar. Weiterlesen „Wo findet man das Reich Gottes?“

Wie „unsichtbar“ kann Gemeinde sein?

Wenn man heute von Gemeinde spricht, ist es oft so, vor allem in evangelikalen Kreisen, dass man dazu alle Gläubige zählt, die jemals eine Entscheidung für Christus getroffen haben, egal ob sie Mitglied in einer Ortsgemeinde geworden sind, oder ob für sie der „Glaube“ Privatsache geblieben ist. Sicherlich gibt es auch viele Christen, die ab und zu eine Ortsgemeinde besuchen (oder wie Bienen von Gemeinde zu Gemeinde gehen), weil sie darin eine gewisse Notwendigekit sehen. Sie wollen sich aber durch keine Mitgliedschaft verpflichten. In den letzten Jahrzehnten sind auch zahlreiche Hauskreise entstanden, wo man zu Gott betet und über die Bibel diskutiert, ohne jedoch eine „offizielle“ Gemeinde werden zu wollen.

Können wir bei diesen Fällen von Gemeinde reden? In der Bibel wird Gemeinde zweierlei definiert:

  • Zum einen ist es der Leib Christi, d.h. alle echte Gläubige, die gerettet worden sind und zu Christus gehören, ob noch am Leben oder bereits beim Herrn. Man spricht von unsichtbarer oder triumphierender Kirche. Dieser „abstrakte“ Leib wächst ständig, solange der Herr nicht zurückgekommen ist.
  • Zum zweiten ist die Gemeinde eine klar definierte und sichtbare Institution auf Erden. Diese Gemeinde trifft sich an verschiedenen Orten; sie trägt aber immer gewisse Merkmale, ansonsten ist es keine wahre Gemeinde. Sie unterstellt sich dem Wort Gottes (der Bibel), sie verwaltet Ordnungen (oder Sakramente) wie Taufe und Abendmahl, die Jesus hinterlassen hat; sie praktiziert Gemeindezucht (oder Seelsorge).

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Zum Tod von John Stott

Am 27. Juli 2011 ist der Pastor, Evangelist und Theologe John Stott mit 90 Jahren heimgegangen.

John Stott war der langjähriger Pastor der „All Souls Church“ in London. Er diente in dieser Gemeinde von 1945 bis 1975 und predigte dort regelmäßig bis zu seinem 80. Geburstag. Trotz evangelikaler Überzeugung verließ Stott nie die „Church of England“. Es kam 1966 zu einer Auseinandersetzung mit Martyn Lloyd-Jones, als Lloyd-Jones die evangelikalen Pfarrer der anglikanischen Kirche auffforderte, diese Kirche zu verlassen. Stott war der Meinung, dass evangelikale Christen Salz und Licht in ihrer traditionellen Denomination sein können.

Bekannt wurde vor allem John Stott für seine zahlreichen Bücher. Ich zitiere hier das vielleicht bekannteste: Der christliche Glaube. Eine Einführung. (auf englisch: Basic Christianity), geschrieben in 1958. Erhältlich in deutscher Sprache ist auch: Die Botschaft der Bergpredigt, Kommentar und Gesprächsleitfaden zu Matthäus 5-7.

Dass Stott ein hervorragender Theologe war, beweist er in seinem Buch: Das Kreuz, Zentrum des christlichen Glaubens ( auf englisch: The Cross of Christ). Der Mann gehörte ganz klar der „reformatorischen“ Tradition. In diesem Buch verteidigt er wie kein anderer die Lehre der stellvertrenden Sühne. Weiterlesen „Zum Tod von John Stott“