Was ist das Gesetz Christi?

In Galater 6,2 befiehlt Paulus:

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

In 1. Korinther 9,21 sagt er:

Denen ohne Gesetz bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz vor Christus –, damit ich die ohne Gesetz gewinne.

Zuerst müssen wir betonen, dass ein Christ nicht mehr unter dem Gesetz steht. Wenn Paulus in Römer 6,14 erklärt, dass wir nicht mehr unter dem Gesetz sind, sondern unter der Gnade, meint er damit, dass das Gesetz (in den 10 Geboten zusammengefasst) uns nicht mehr verurteilt, wenn wir an Christus glauben, weil Christus dieses Gesetz an unserer Stelle erfüllt hat. Es heißt aber auch, dass die Einhaltung dieses Gesetzes uns nicht mehr rechtfertigen kann. Voraussetzung, wir wären in der Lage, dem Gesetz zu folgen – was wir niemals können – wäre dies trotzdem kein Vorteil, weil das Werk Jesu für uns der viel bessere Weg ist. Weiterlesen „Was ist das Gesetz Christi?“

Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet

Im Brief des Paulus an die Kolosser lesen wir folgende Verse:

Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus. So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus. Kolosser 2,15-17

Indem er die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat, hat Christus die dämonischen Mächte entmachtet (Kol. 1,16; 2,10). Er hat diese finsteren Gewalten am Kreuz besiegt. Weiterlesen „Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet“

Ist der Gott der Bibel ein Gott des Krieges oder des Friedens?

Fall_of_JerichoEine Kritik, die man immer wieder hört, ist diese: Wenn die Bibel von einem Gott der Liebe spricht, warum hat dieser Gott die Vernichtung der kanaanitischen Völker angeordnet? Warum wird dieser Gott in der Bibel oft als Krieger dargestellt? Wird er nicht in der Lutherübersetzung Herr Zebaoth genannt, d.h. Herr der Heerscharen?

Wie lässt sich diese Beschreibung Jahwes im Alten Testament mit der Tatsache vereinbaren, dass der Messias, den er schicken will, Friedefürst genannt wird. War nicht Jesus ein Prophet des Friedens? Hat er nicht seinem Jünger Petrus im Garten Gethsemane folgendes gesagt:

Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Matthäus 26,52

Wie sollen wir diese Gegensätze verstehen? Ist letztendlich Gott für Frieden oder für Krieg? Weiterlesen „Ist der Gott der Bibel ein Gott des Krieges oder des Friedens?“

Wo findet man das Reich Gottes?

Das Reich Gottes ist per Definition der Bereich, wo Gott herrscht. Gemeint ist sowohl seine Herrschaft im Himmel, seine Herrschaft auf Erden als auch seine Herrschaft in der Endzeit. Die Propheten des AT verkünden eine Zeit, wo die Erde voll von Erkenntnis der Ehre des HERRN werden wird, wie Wasser das Meer bedeckt (Habakuk 2,14).

Zur Zeit Jesu herrschten die Römer über Israel. Die frommen Juden erwarteten eine Befreiung, wie zur Zeit der Makkabäer. Das Problem war nicht nur, dass die Römer ihre politische Macht ausübten, sondern auch dass der römische Kaiser, wie damals Antiochus Epiphanes, immer mehr Einfluss auf das religiöse Leben haben wollte. Das war für die Juden undenkbar. Weiterlesen „Wo findet man das Reich Gottes?“

Evangelisation ist theologisch

In seinem Buch „Die Predigt und der Prediger“ (engl. Preaching and Preachers) stellt Martyn Lloyd Jones eine berechtigte Frage: Warum fordern wir Menschen auf, an das Evangelium zu glauben und Buße zu tun? Es ist nicht möglich, sagt Lloyd Jones, von Umkehr zu reden, ohne vorher erklärt zu haben, warum der Mensch umkehren muss, was auf ihn zukommt, wenn er das nicht tut.

Man kann nicht jemand einladen, zu Christus zu kommen, ohne ihm vorher erklärt zu haben, warum er zu Jesus kommen muss. Weiterlesen „Evangelisation ist theologisch“