Ist Gott der Verursacher des Bösen?

Wir lesen in Jesaja 45, 7:

Ich mache das Licht und schaffe die Finsternis; der ich Frieden gebe und Unheil schaffe. Ich, der Herr, vollbringe dies alles.

In bestimmten Übersetzungen wie z.B. die alte Lutherbibel steht sogar, dass Gott das Übel schafft. Darf man deshalb sagen, dass Gott letztendlich der Verursacher des Bösen ist?

Nein! Die Bibel lehrt unmissverständlich, dass Gott keineswegs Böses im Sinn hat. Seine vollkommene Natur verbietet, dass ER das Böse erdenken kann. Das wird zum Beispiel in Habakuk 1, 13 bestätigt:

Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können; du kannst dem Unheil nicht zuschauen. Warum siehst du denn den Frevlern schweigend zu, während der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als er?

Angesichts der Ungerechtigkeit, die im Land Juda geschieht und der unmittelbaren Invasion der Babylonier, versteht der Prophet Habakuk nicht, warum Gott ein solches Unrecht duldet, wenn ER vollkommen gut ist. Gott erklärt ihm, dass ER zwar die Gottlosen gebrauchen möchte, um sein Ziel zu erreichen (in diesem Fall, sein Volk zu bestrafen) aber dass auch die bösen Chaldäer am Ende zur Verantwortung gezogen werden sollen. Das mag für uns unverständlich sein, aber das ist letzendlich so, dass Gott wirkt. Der Herr sagt zu Habakuk diesen bekannten Vers als Trost:

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Das Ebenbild Gottes

Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1.Joh 3,2

Wir lesen im Schöpfungsbericht (1.Mose 1,26), dass Gott die Menschen in seinem Bild erschaffen hat:

Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich;

Wie sollen wir das verstehen? Wir sollten natürlich nicht denken, dass der unsichtbare Gott uns körperlich ähnlich wäre, wie die Götter des Olymps. Gemeint ist, dass der Mensch, im Unterschied zu den anderen Geschöpfen, eine besondere Kreatur ist, welche die Herrlichkeit des unsichtbaren Gottes auf Erden widerspiegeln soll. Die moralischen Eigenschaften des Menschen stehen im Mittelpunkt, nicht dessen physische Bestandteile. Der Mensch ist in Wirklichkeit Staub, erinnert uns Gott in 1.Mose 3,19.

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Was ist das Gesetz Christi?

In Galater 6,2 befiehlt Paulus:

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

In 1. Korinther 9,21 sagt er:

Denen ohne Gesetz bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz vor Christus –, damit ich die ohne Gesetz gewinne.

Zuerst müssen wir betonen, dass ein Christ nicht mehr unter dem Gesetz steht. Wenn Paulus in Römer 6,14 erklärt, dass wir nicht mehr unter dem Gesetz sind, sondern unter der Gnade, meint er damit, dass das Gesetz (in den 10 Geboten zusammengefasst) uns nicht mehr verurteilt, wenn wir an Christus glauben, weil Christus dieses Gesetz an unserer Stelle erfüllt hat. Es heißt aber auch, dass die Einhaltung dieses Gesetzes uns nicht mehr rechtfertigen kann. Voraussetzung, wir wären in der Lage, dem Gesetz zu folgen – was wir niemals können – wäre dies trotzdem kein Vorteil, weil das Werk Jesu für uns der viel bessere Weg ist. Weiterlesen „Was ist das Gesetz Christi?“

Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet

Im Brief des Paulus an die Kolosser lesen wir folgende Verse:

Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus. So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus. Kolosser 2,15-17

Indem er die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat, hat Christus die dämonischen Mächte entmachtet (Kol. 1,16; 2,10). Er hat diese finsteren Gewalten am Kreuz besiegt. Weiterlesen „Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet“

Ist der Gott der Bibel ein Gott des Krieges oder des Friedens?

Fall_of_JerichoEine Kritik, die man immer wieder hört, ist diese: Wenn die Bibel von einem Gott der Liebe spricht, warum hat dieser Gott die Vernichtung der kanaanitischen Völker angeordnet? Warum wird dieser Gott in der Bibel oft als Krieger dargestellt? Wird er nicht in der Lutherübersetzung Herr Zebaoth genannt, d.h. Herr der Heerscharen?

Wie lässt sich diese Beschreibung Jahwes im Alten Testament mit der Tatsache vereinbaren, dass der Messias, den er schicken will, Friedefürst genannt wird. War nicht Jesus ein Prophet des Friedens? Hat er nicht seinem Jünger Petrus im Garten Gethsemane folgendes gesagt:

Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Matthäus 26,52

Wie sollen wir diese Gegensätze verstehen? Ist letztendlich Gott für Frieden oder für Krieg? Weiterlesen „Ist der Gott der Bibel ein Gott des Krieges oder des Friedens?“