Was versteht man unter Sola Scriptura?

Der lateinische Begriff Sola Scriptura bedeutet übersetzt: Die Schrift alleine. Gemeint ist, dass die Heilige Schrift (die Bibel) ausreicht, wenn wir wissen wollen, was zu unserem ewigen Heil notwendig ist. Die Schrift vermag sogar noch mehr: laut 2.Timotheus 3,16 vermittelt sie uns alles, was wir brauchen, um vollkommen zu sein und Gutes zu tun. Sie dient also sowohl unserer Rechtfertigung als auch unserer Heiligung.

Was Sola Scriptura nicht bedeutet.

Sola Scriptura bedeutet nicht, dass die Bibel alles enthält, was wir über Gott und seinen Willen wissen wollen. Sie enthält auf jeden Fall, was absolut notwendig ist. Das heißt auch, dass es keine andere Lehre gibt, die wir unbedingt bräuchten, um selig zu werden, die wir nicht in der Bibel finden und uns eine menschliche Institution vermitteln sollte. Weiterlesen „Was versteht man unter Sola Scriptura?“

Die Auferstehung Jesu auf dem Prüfstand

puzzleWir haben uns in den letzten Blogartikeln mit den sog. Gottesbeweisen befasst. In diesem Artikel wollen wir zeigen, dass die Auferstehung Jesu Christi ein historisches Ereignis ist und deshalb auch ein Beweis für die Existenz Gottes und die Wahrheit der Bibel.

Der Apostel Paulus sagt in seinem 1. Korintherbrief:

Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.  1Kor 15,14

Paulus ist der Meinung, dass Christus wirklich auferstanden ist und dass dieses Ereignis von enstcheidender Bedeutung ist. Ist es eine Unwahrheit, dann hat der Glaube kein gültiges Fundament. Diese Aussage Paulus widerspricht ganz klar der Behauptung, dass die Verkündigung der Auferstehung alleine (Kerygma) – unabhängig von der Frage, ob Jesus wirklich leibhaftig auferstanden ist – wichtig wäre. Eine Hoffnung, die nicht auf historischen Fakten basieren würde, wäre laut Paulus eine reine Täuschung. Weiterlesen „Die Auferstehung Jesu auf dem Prüfstand“

Die gesunde Lehre

Immer mehr Christen, vor allem junge Christen, spüren eine gewisse Abneigung gegen alles, was mit Lehre und Dogmen zu tun hat. Nicht umsonst wehren sich einige Gemeinden gegen ein Glaubensbekenntnis. Sie befürchten, dass es Spaltungen hervorrufen würde, statt die Christen zu versammeln. Sie befürchten auch, dass wo theologische Fragen zu viel Raum bekommen, der Glaube nur noch ein Kopfwissen wird. Was sie am meisten interessiert, ist eine gesunde Praxis und ermutigende Erlebnisse.

Zum Teil haben sie recht. Selbstverständlich ist der biblische Glaube alles andere als ein Kopfwissen und eine rein intellektuelle Beschäftigung.  Da wo er nicht im Zusammenhang mit Hoffnung und Liebe steht, ist er kein wahrer Glaube.

Nichtsdestotrotz, wie wir sehen werden, ist gesunde Lehre eine Notwendigkeit, weil es ohne sie keine richtige Glaubenspraxis geben kann. Da Glaube von Gott durch die Predigt seines Wortes geschenkt wird, sollten wir nicht erwarten, dass dauerhafte Früchte entstehen können, wenn man eine Auseinandersetzung mit der Bibel meiden will. Weiterlesen „Die gesunde Lehre“

Die Schrift alleine

SchriftFast alle protestantischen Kirchen, sowohl die evangelikalen als auch die evangelischen Kirchen, berufen sich auf das Prinzip der Sola Scriptura. Was jedoch bedeutet der Begriff „Sola Scriptura“ eigentlich?

Eine einfache Antwort könnte lauten: die Heilige Schrift allein soll den Inhalt unseres Glaubens bestimmen.

Nur eine Kritik, die die Katholiken an uns richten, ist berechtigt: Wer bestimmt, dass eure Interpretation der Bibel die richtige ist?

Für die Katholiken selbst ist diese Frage einfach zu beantworten: das ist die Kirche; sie garantiert, dass diese Interpretation korrekt ist.

Viele evangelische Christen würden möglicherweise heute folgende Antwort geben: der Heilige Geist garantiert, dass ich mich nicht irre. Diese Antwort geben aber beispielsweise auch die Mormonen und ich persönlich bin davon überzeugt, dass ihr Verständnis von der Bibel von meinem eigenem Verständnis sehr abweicht. Demnach ist diese Antwort nicht zufriedenstellend. Weiterlesen „Die Schrift alleine“

Bibel und Archäologie: Goliats Waffen

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Ein gutes Beispiel, wie willkürlich die Bibelkritik manchmal mit der Heiligen Schrift umgeht, finden wir in diesem Artikel unter http://www.bibelwissenschaft.de. Dort steht zum Punkt 2.2. folgende Aussage:

Die Überlieferung von 2 Sam 21,19, wonach Goliat von Elhanan erschlagen worden sei, könnte den Ursprung der Goliatüberlieferung gebildet haben. Auf einer späteren Traditionsstufe wurde Elhanan durch David ersetzt, der sich ebenso wie jener durch Scharmützel und Kämpfe gegen die Philister hervorgetan hatte.

Wann sollte diese Textänderung stattgefunden haben? Viel später selbstverständlich. Viele bibelkritische Archäologen, wie zum Beispiel Israel Finkelstein („Keine Posaunen vor Jericho“, „David und Salomo“…) sehen für solche Geschichten als früheste Zeit das 7te Jahrhundert vor Christus (Deuteronomisches Geschichtswerk) an. Weiterlesen „Bibel und Archäologie: Goliats Waffen“

Ausgeklügelte Fabeln

bibel-griechischViele liberale Theologen sehen in den Berichten des Neuen Testaments nur menschliche Erfindungen. Jesu Botschaft kann man nicht wirklich rekonstruieren und die Wunder, die man ihm zuschreibt, hätte er nie vollzogen. Die Evangelien hätten die Apostel beschönigt.

Sollte man glauben, dass Paulus dem auferstandenen Jesus begegnet ist? Wie kann man die plötzliche Bekehrung des großen 13. Apostels erklären? Saulus, ein überzeugter Verfolger der Gemeinde, wie kann er zu einem überzeugten Prediger der Guten Nachricht werden? Gerd Lüdemann hat seine Idee dazu: Paulus, der im Judentum bedeutungslos war, hat eine strategische Wende vollzogen und hat mit dem schlecht vermarkteten „Jesus“ eine Weltreligion gegründet.

Viele dieser modernen „Spezialisten“ stellen die Jünger Jesu entweder als Lügner oder skrupellose Fanatiker dar. In Wirklichkeit sind diese Ansichten nicht neu. Es gab bereits in der frühen Kirchen Menschen, die sie vertreten haben. Weiterlesen „Ausgeklügelte Fabeln“