Warum kommen so wenige Menschen zum Glauben?

Du bist mit Sicherheit Christ, wenn du diese Frage stellst. Ich vermute sogar, dass du in einem westlichen Land lebst. Würdest du in Afrika oder in Asien leben, hättest du sicherlich eine andere Erfahrung, denn dort kommen mehr Menschen zum Glauben als bei uns im Westen. Ein Bekannter von mir, der vor kurzem in einem Land der Sahara-Zone war, berichtete, dass zurzeit viele Muslime sich zum Christentum bekehren, wenn sie sehen, wie unbarmherzig ein gewisser Islam ist und wie geduldig manche Christen angesichts der Verfolgung reagieren.

Lass mich jetzt ein paar Antworten zu der Frage geben, warum so wenige Menschen in Westen zum Glauben kommen! Weiterlesen „Warum kommen so wenige Menschen zum Glauben?“

Imperativ und Indikativ

Nein, es geht nicht in diesem Artikel um Grammatik. Es geht in Wirklichkeit um den Unterschied zwischen Gesetz und Evangelium, zwischen Gehorsam und Gnade.

Zwar sind Gesetz und Evangelium gegensätzlich. Das heißt aber nicht, dass das Gesetz ausschließlich dem Alten Testament gehört und das Evangelium dem Neuen. Viel zu oft denken Christen: ich verabscheue Gesetzlichkeit. Christus hat mich zur Freiheit berufen. Ich fühle mich deshalb eher als begnadigter Sünder, der jetzt frei vom Gesetz ist. Wenn Christen das sagen, wollen sie damit betonen, dass sie den Glauben nicht in erster Linie als Einhaltung von Regeln oder Traditionen sehen, sondern dass sie von der Gewissheit leben, dass Gott ihnen in Jesus Christus ihre Sünden vergeben hat. Gesetzlichkeit lässt keine Vergebung zu und spielt deshalb eine negative Rolle. Weiterlesen „Imperativ und Indikativ“

Gottesdienst ist Beziehungssache

Im Alten Testament war der Gottesdienst, der Gott gefiel, nicht in erster Linie zeremoniell. Anbetung war Beziehungssache. Die Herzenseinstellung war der wichtigste Bestandteil der Beziehung zu Gott:

Schlachtopfer und Speisopfer gefallen dir nicht, aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben: Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. Psalm 40,7-9

Eine wichtige Voraussetzung für den Gottesdienst Israels war, dass Gott in der Mitte seines Volkes bleibe. Das heißt, er sollte tagtäglich erfahrbar sein, nicht nur am Sabbat:

Ich will meine Wohnung unter euch haben und will euch nicht verwerfen. Und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. 3.Mose 26,11-12

Weiterlesen „Gottesdienst ist Beziehungssache“

Die Freude von Weihnachten

Text: Matthäus 2, 1-12

Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. 3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): »Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.« Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. 10 Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 1und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
Die meisten feiern Weihnachten, aber immer mehr Menschen wissen nicht, was sie an Weihnachten wirklich feiern und warum sie feiern. Für viele ist es nicht einmal ein Fest der Freude, sondern ist Synonym von Stress und Streit mit der Familie.

Drei Fragen möchte ich stellen: Was suchst du an Weihnachten? Wo suchst du an Weihnachten? Was schenkst du an Weihnachten? Weiterlesen „Die Freude von Weihnachten“

Was versteht man unter Sola Scriptura?

Der lateinische Begriff Sola Scriptura bedeutet übersetzt: Die Schrift alleine. Gemeint ist, dass die Heilige Schrift (die Bibel) ausreicht, wenn wir wissen wollen, was zu unserem ewigen Heil notwendig ist. Die Schrift vermag sogar noch mehr: laut 2.Timotheus 3,16 vermittelt sie uns alles, was wir brauchen, um vollkommen zu sein und Gutes zu tun. Sie dient also sowohl unserer Rechtfertigung als auch unserer Heiligung.

Was Sola Scriptura nicht bedeutet.

Sola Scriptura bedeutet nicht, dass die Bibel alles enthält, was wir über Gott und seinen Willen wissen wollen. Sie enthält auf jeden Fall, was absolut notwendig ist. Das heißt auch, dass es keine andere Lehre gibt, die wir unbedingt bräuchten, um selig zu werden, die wir nicht in der Bibel finden und uns eine menschliche Institution vermitteln sollte. Weiterlesen „Was versteht man unter Sola Scriptura?“

Der teleologische Gottesbeweis

puzzleDer dritte Gottesbeweis der theoretischen Philosophie wird teleologischer Gottesbeweis genannt (von griechischem telos: Zweck). Thomas von Aquin u.a. war der Meinung, dass die Welt zielgerichtet erschaffen wurde und fast alles auf Ordnung und Schönheit ausgelegt ist. Eine solche Organisation bedarf auf jeden Fall einer äußeren Ursache und diese Ursache muss intelligent sein. Aus „unintelligenter“ Materie kann die organisierte Welt, so wie wir sie kennen, nicht alleine entstanden. Ein Schöpfer-Gott muss deshalb existieren.

Der Psalmist konnte sagen:

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.  Psalm 19,2

Heute würde man von „Intelligent Design“ sprechen. Die Befürworter eines solchen Intelligent Design führen folgende Thesen an:

  • Die Naturgesetze (vor allem die Naturkonstanten) sind ganz genau, wie sie sein sollten. Wären sie nicht so fein abgestimmt, wäre das Leben im Universum nicht möglich.
  • Die Evolution, wenn es eine gibt, muss gelenkt worden sein, um die heutige Welt zu erklären. Komplizierte Lebewesen können nicht zufällig entstanden sein.
  • Das sog. Prinzip der Entropie müsste jede komplexe Form von Leben verhindern.

Weiterlesen „Der teleologische Gottesbeweis“