Völlige Verderbtheit

Die Lehre der völligen Verderbtheit des Menschen gehört zu den sogenannten Gnadenlehren oder 5 Punkten des Calvinismus. Gemäß dieser Lehre ist die Natur, die der Mensch von Adam geerbt hat, in allen ihren Bestandteilen verdorben. Leib, Verstand, Seele, aber auch der Wille des Menschen befinden sich nicht mehr in dem Zustand, den sie vor dem Sündenfall hatten. Viele Christen vertreten zwar die Meinung, dass der Mensch nach Adams Fall eine sündhafte Natur geerbt hat; nicht alle würden jedoch zustimmen, dass diese Natur völlig verdorben ist.

Bevor wir uns mit dem Wahrheitsgrad dieser Aussage befassen, müssen wir zunächst klären, was genau mit völliger Verderbtheit gemeint ist. Wenn behauptet wird, dass der Mensch gänzlich verdorben ist, bedeutet dies natürlich nicht, dass er gar keine Fähigkeit mehr hätte, etwas Gutes zu tun. Es heißt vielmehr, dass es keinen Teil seiner Person gibt, der nicht von der Sünde beeinträchtigt wurde. Weiterlesen „Völlige Verderbtheit“

Stellvertreter der Sünder

Als Johannes der Täufer sah, dass Jesus zu ihm kam, rief er:

Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! (Joh. 1,29 )

Christen glauben, dass Christus mit seinem Leben Sühne für die Menschen getan hat. Christus hat Sühne geleistet, indem er die gerechte Strafe für die Sünde auf sich genommen hat. Er hat das Richtige und das Notwendige getan, damit der Zorn Gottes über die Sünde von den Menschen abgewendet wird.

Diese Sühnung war stellvertretend. Das heißt, wie gesagt, dass Christus diese Dinge an unserer Stelle erlitten hat. Die Bibel bestätigt dies. In Matthäus 20,28 lesen wir:

… sowie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Weiterlesen „Stellvertreter der Sünder“

Was hat Homosexualität mit Sklaverei zu tun?

Seit 2001 ist es in Deutschland für zwei Menschen gleichen Geschlechts möglich, eine eingetragene Lebenspartnerschaft zu schließen. In anderen Ländern wie die USA, England, Frankreich, Spanien ist es ihnen sogar möglich, einen sogenannten „Ehevertrag“ zu schließen. Es ist in Deutschland nur eine Frage der Zeit, bis diese Möglichkeit auch homosexuellen Paaren angeboten wird.

Jetzt werden viele sagen: Es ist gut so! Was könnte verhindern, dass zwei Menschen gleichen Geschlechts, die sich lieben und sich gegenseitige Treue versprechen, auch diese gefestigte Form der Gemeinschaft genießen. Viele „Kirchen“ haben es verstanden und erteilen schon ihren Segen über solche „Eheschließungen“.

Dafür müssen sie aber eine Rechtfertigung entweder in der Tradition oder in der Bibel suchen. Die Evangelische Kirche in Deutschland, die z.B. zu solchen Kirchen gehört, meint sie auch in der Bibel gefunden zu haben. Zwar befinden sich in der Bibel zahlreiche Stellen, die offensichtlich die Homosexualität verurteilen, aber wenn man näher schaut, sind sie nicht so eindeutig. Sie würden nicht alle Formen von Homosexualität verurteilen, sondern nur pädosexuelle Praktiken oder die sog. Sodomie. Siehe dazu unsere Position hier und hier. Weiterlesen „Was hat Homosexualität mit Sklaverei zu tun?“

Falsche sexuelle Orientierung

GesetzmissbrauchHeute Morgen habe ich in meiner täglichen Bibellese 3Mose 18 gelesen. Da dieses Buch der Bibel für viele von uns nicht sehr bekannt ist, will ich zunächst sagen, worum es in diesem Kapitel geht.

Die Überschift des Kapitels lautet in der Lutherbibel 1984: Verbot geschlechtlicher Verirrungen. 3Mose, auch Leviticus genannt, gehört zu dem sog. Gesetz Moses. Es geht dort in erster Linie um Anweisungen für die Priester des Alten Bundes, und wie sie ihren Dienst verrichten sollen, aber die ethischen Prinzipien, die Gott in 3Mose formuliert, gelten dennoch für die ganze Gemeinschaft der Israeliten.

Wir finden im Kapitel 18 eine ganze Liste von sexuellen Praktiken, die strikt verboten sind. Genannt werden u.a. folgende Dinge:

Evangelisation ist theologisch

In seinem Buch „Die Predigt und der Prediger“ (engl. Preaching and Preachers) stellt Martyn Lloyd Jones eine berechtigte Frage: Warum fordern wir Menschen auf, an das Evangelium zu glauben und Buße zu tun? Es ist nicht möglich, sagt Lloyd Jones, von Umkehr zu reden, ohne vorher erklärt zu haben, warum der Mensch umkehren muss, was auf ihn zukommt, wenn er das nicht tut.

Man kann nicht jemand einladen, zu Christus zu kommen, ohne ihm vorher erklärt zu haben, warum er zu Jesus kommen muss. Weiterlesen „Evangelisation ist theologisch“

Was ist Ehe und was ist Familie?

eheringeSeit einigen Jahrzehnten erlebt unsere Gesellschaft tiefgreifende Veränderungen. So versuchen viele, Begriffe wie Ehe und Familie neu zu definieren, um sie an die Wirklichkeit anzupassen. Gesetzesänderungen in einigen europäischen Länder haben das Ziel, neue Formen von Lebensgemeinschaften wie z.B. gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu institutionalisieren. Man überlegt sogar, ob homosexuelle Paare doch nicht Kinder adoptieren und erziehen könnten. Weiterlesen „Was ist Ehe und was ist Familie?“