Der kosmologische Gottesbeweis

puzzleWir haben im letzten Artikel den sog. ontologischen Beweis erklärt. Jetzt schauen wir uns den zweiten Gottesbeweis der theoretischen Philosophie an: es handelt sich um den sogenannten kosmologischen Beweis.

Man könnte ihn so zusammenfassen:

  1. Alles, was einen Anfang hat, muss auch einen Grund haben.
  2. Selbst dieser Grund muss eine Ursache haben.
  3. Es muss eine erste Ursache geben, von der diese Ursache-Wirkungskette ihren Ausgang genommen hat.
  4. Dieser Ausgang ist Gott, der selbst keine Ursache hat.

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Der ontologische Gottesbeweis

puzzleIn der theoretischen Philosophie befasst sich die Ontologie mit der Frage des Seienden (auf griechisch, on: seiend). Wichtige Fragen, die die Ontologie versucht zu beantworten, sind: was ist möglich und was exitiert wirklich. Ein ontologischer Gottesbeweis ist deshalb eine Demonstration, wo man versucht, Gottes Existenz nur anhand logischer Schlussfolgerungen zu belegen.

Der Theologe Anselm von Canterbury war der erste, der sich mit dem ontologischen Gottesbeweis auseinandergesetzt hat. Für Anselm konnte man sich nichts Größeres und Vollkommeneres vorstellen als Gott. Existiert aber etwas, was man sich vorstellen kann, wirklich in der Realität? Anselm geht folgendermaßen vor:

  1. Der Mensch kann sich etwas ausdenken, das vollkommen ist und durch nichts übertroffen wird.
  2. Es gibt nur etwas Größeres als diese Vorstellung, nämlich wenn dieses Wesen nicht nur als Möglichkeit gedacht wird, sondern wirklich existiert.
  3. Es gibt nichts Größeres, das man sich ausdenken kann, als Gott. Wenn Gott wirklich existiert, dann ist er notwendigerweise größer als ein Gedanke.
  4. Deshalb muss Gott existieren.

Auch René Descartes hat diese Argumentation verwendet, um Gott zu beweisen.

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Ist die Religion schuld an allen diesen Kriegen?

Wenn ich manchmal gewisse Leserkommentare auf den Internetseiten von deutschen Zeitschriften lese, bin ich wirklich erschrocken. Es ist wirklich so, dass wir in einer schweren Zeit leben. Jeder Tag scheint, neue schlechte Nachrichten zu bringen: Krieg in der Ost-Ukraine, verbunden mit dem Risiko eines dritten Weltkrieg; Massaker an Christen und Jesiden in Irak durch den Islamischen Staat; Krieg zwischen Israel un dem Hamas; Krieg in Afghanistan; in Nigeria werden Kirchen durch Boko Haram verbrannt… Die Liste wäre fast endlos.

Und was behaupten diese Leser? Schuld an allen diesen Kriegen wäre im Grunde die Religion. Sie ist die, die den Hass schürt. Sie ist die, mit der man die Unwissenden manipulieren kann. Würde man sie abschaffen, hätte man einen dauerhaften Frieden, wie es z.B. seit 70 Jahren in Deustchland der Fall ist. Weiterlesen „Ist die Religion schuld an allen diesen Kriegen?“

Neues Blog für junge Menschen

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Die Autoren vom Josia-Blog (http://www.josiablog.de) fühlen und wissen sich durch dasselbe Anliegen verbunden: Das Evangelium der Gnade Gottes unter jungen Menschen in Deutschland zu verbreiten und Jugendliche zu motivieren, ihr Leben voll und ganz in den Dienst Jesus Christus zu stellen.
Vom 18. bis 20. Oktober 2013 wird die erste Josia-Konferenz organisiert.
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Zum Tod von John Stott

Am 27. Juli 2011 ist der Pastor, Evangelist und Theologe John Stott mit 90 Jahren heimgegangen.

John Stott war der langjähriger Pastor der „All Souls Church“ in London. Er diente in dieser Gemeinde von 1945 bis 1975 und predigte dort regelmäßig bis zu seinem 80. Geburstag. Trotz evangelikaler Überzeugung verließ Stott nie die „Church of England“. Es kam 1966 zu einer Auseinandersetzung mit Martyn Lloyd-Jones, als Lloyd-Jones die evangelikalen Pfarrer der anglikanischen Kirche auffforderte, diese Kirche zu verlassen. Stott war der Meinung, dass evangelikale Christen Salz und Licht in ihrer traditionellen Denomination sein können.

Bekannt wurde vor allem John Stott für seine zahlreichen Bücher. Ich zitiere hier das vielleicht bekannteste: Der christliche Glaube. Eine Einführung. (auf englisch: Basic Christianity), geschrieben in 1958. Erhältlich in deutscher Sprache ist auch: Die Botschaft der Bergpredigt, Kommentar und Gesprächsleitfaden zu Matthäus 5-7.

Dass Stott ein hervorragender Theologe war, beweist er in seinem Buch: Das Kreuz, Zentrum des christlichen Glaubens ( auf englisch: The Cross of Christ). Der Mann gehörte ganz klar der „reformatorischen“ Tradition. In diesem Buch verteidigt er wie kein anderer die Lehre der stellvertrenden Sühne. Weiterlesen „Zum Tod von John Stott“

Bibel und Archäologie: Goliats Waffen

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Ein gutes Beispiel, wie willkürlich die Bibelkritik manchmal mit der Heiligen Schrift umgeht, finden wir in diesem Artikel unter http://www.bibelwissenschaft.de. Dort steht zum Punkt 2.2. folgende Aussage:

Die Überlieferung von 2 Sam 21,19, wonach Goliat von Elhanan erschlagen worden sei, könnte den Ursprung der Goliatüberlieferung gebildet haben. Auf einer späteren Traditionsstufe wurde Elhanan durch David ersetzt, der sich ebenso wie jener durch Scharmützel und Kämpfe gegen die Philister hervorgetan hatte.

Wann sollte diese Textänderung stattgefunden haben? Viel später selbstverständlich. Viele bibelkritische Archäologen, wie zum Beispiel Israel Finkelstein („Keine Posaunen vor Jericho“, „David und Salomo“…) sehen für solche Geschichten als früheste Zeit das 7te Jahrhundert vor Christus (Deuteronomisches Geschichtswerk) an. Weiterlesen „Bibel und Archäologie: Goliats Waffen“