Der Geist ist das Unterpfand unseres Erbes

In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.
Epheser 1,13-14

Der Heilige Geist ist nicht einfach eine Leihgabe von Gott an die Gläubigen. Paulus beteuert hier, dass dieser Geist das Unterpfand unseres Erbes ist. Dieses Wort Unterpfand könnte man auch mit Anzahlung übersetzen. Das ist das gleiche Wort in 2.Kor. 1,22 oder 2.Kor. 5,5. Gott verpflichtet sich durch dieses Pfand, am Ende den vollen Preis unseres Erbes zu zahlen, wenn Jesus wiederkommt. Das ist, was hier Erlösung genannt wird. Gemeint ist nicht die Vergebung der Sünden, sondern unserer Verherrlichung im Himmel. In anderen Worten ist der Heilige Geist bereits ein kleines Stück Himmel in unseren Herzen. Weiterlesen „Der Geist ist das Unterpfand unseres Erbes“

Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört!

roemische_muenzeJesus wird eines Tages von den Hohepriestern und den Schriftgelehrten auf die Probe gestellt und gefragt, ob es erlaubt sei, dem römischen Kaiser Steuer zu bezahlen.
Hätte Jesus mit ja geantwortet, hätten sie ihn die Leiter der Juden vor dem Volk diskreditieren können. Jeder hätte gewusst, dass Jesus die Besatzungsmacht unterstützt. Hätte er mit nein geantwortet, hätten sie ihn verklagen können. Da ist einer, der sich weigert, Steuer zu zahlen.
Wir kennen aber die weise Antwort, die Jesus gegeben hat und die seinen Gegnern zum Schweigen gebracht hat:

Dann gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Matthäus 22,21

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Imperativ und Indikativ

Nein, es geht nicht in diesem Artikel um Grammatik. Es geht in Wirklichkeit um den Unterschied zwischen Gesetz und Evangelium, zwischen Gehorsam und Gnade.

Zwar sind Gesetz und Evangelium gegensätzlich. Das heißt aber nicht, dass das Gesetz ausschließlich dem Alten Testament gehört und das Evangelium dem Neuen. Viel zu oft denken Christen: ich verabscheue Gesetzlichkeit. Christus hat mich zur Freiheit berufen. Ich fühle mich deshalb eher als begnadigter Sünder, der jetzt frei vom Gesetz ist. Wenn Christen das sagen, wollen sie damit betonen, dass sie den Glauben nicht in erster Linie als Einhaltung von Regeln oder Traditionen sehen, sondern dass sie von der Gewissheit leben, dass Gott ihnen in Jesus Christus ihre Sünden vergeben hat. Gesetzlichkeit lässt keine Vergebung zu und spielt deshalb eine negative Rolle. Weiterlesen „Imperativ und Indikativ“

Die gesunde Lehre

Immer mehr Christen, vor allem junge Christen, spüren eine gewisse Abneigung gegen alles, was mit Lehre und Dogmen zu tun hat. Nicht umsonst wehren sich einige Gemeinden gegen ein Glaubensbekenntnis. Sie befürchten, dass es Spaltungen hervorrufen würde, statt die Christen zu versammeln. Sie befürchten auch, dass wo theologische Fragen zu viel Raum bekommen, der Glaube nur noch ein Kopfwissen wird. Was sie am meisten interessiert, ist eine gesunde Praxis und ermutigende Erlebnisse.

Zum Teil haben sie recht. Selbstverständlich ist der biblische Glaube alles andere als ein Kopfwissen und eine rein intellektuelle Beschäftigung.  Da wo er nicht im Zusammenhang mit Hoffnung und Liebe steht, ist er kein wahrer Glaube.

Nichtsdestotrotz, wie wir sehen werden, ist gesunde Lehre eine Notwendigkeit, weil es ohne sie keine richtige Glaubenspraxis geben kann. Da Glaube von Gott durch die Predigt seines Wortes geschenkt wird, sollten wir nicht erwarten, dass dauerhafte Früchte entstehen können, wenn man eine Auseinandersetzung mit der Bibel meiden will. Weiterlesen „Die gesunde Lehre“

Alter und neuer Mensch

Das größte Hindernis im Glaubensleben eines Christen sind nicht die Umstände, die Anderen, oder sogar die „bösen Mächte in der unsichtbaren Welt“ (Eph.6,12) , sondern der versteckte Feind, der noch in ihm lebt: seine alte sündige Natur. Dieses Relikt des vergangenen Lebens verhindert oft, dass er durch den Glauben vorankommt und ein siegreiches Leben führt.

Es gibt sicherlich nicht viele Themen wie dieses, wo so viel Falsches gesagt worden ist und so viel Verwirrung herrscht:

  • Zum einen gibt es welche, die meinen, der Christ hätte gegen die Sünde nicht mehr zu kämpfen, weil er ein „neuer“ Mensch geworden ist, der die alten Gewohnheiten völlig aufgegeben hat. Durch diese Behauptung werden viele „betäubt“und ignorieren den geistlichen Kampf, während andere verunsichert werden, wenn sie auf ihre Lebensführung schauen, und sich ständig fragen, ob sie überhaupt echte Christen sind.
  • Dann gibt es auch welche, die den Kampf gegen die Sünde fast aufgegeben haben, und nichts mehr an ihrem Leben ändern wollen, weil sie merken, dass sich nach ihrer Bekehrung zu wenig geändert hat und sie bei weitem nicht „heiliger“ geworden sind. Weiterlesen „Alter und neuer Mensch“

Christsein und Verfolgung

Alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.

Mit dieser Unabwendbarkeit warnt Paulus in 2 Timotheus 3,12 seinen Mitarbeiter Timotheus. Paulus sitzt im Gefängnis und weißt, dass ihm nur wenig Zeit übrig bleibt, bevor er hingerichtet wird. Im Kapitel 4 sagt er:

Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen (V.6)

Seine Botschaft ist nicht neu. Sein Leben lang ist er in den Fußstapfen dessen gelaufen, der einmal sagte:

Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Matthäus 5, 10

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Die Frucht des Heiligen Geistes

Bibeltext: 2 Petrus 1, 3-8

Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. So wendet alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.

Genauso wie die Frage der Geistesgaben ist die Frage der Geistesfrüchte ein Thema, das unter Christen zu zahlreichen Kontroversen führt. Vor allem herrscht oft eine große Verwirrung. Es gibt Christen, die Rechtfertigung mit Heiligung verwechseln und andere, die Heiligung mit Rechfertigung verwechseln Weiterlesen „Die Frucht des Heiligen Geistes“