An jenem Tage – Ein Argument gegen den Prämillenarismus

Der Prämillenarismus ist die Endzeitlehre, welche vertritt, dass der Wiederkunft des Herrn ein tausendjähriges Reich folgen wird. Die alttestamentlichen Verheißungen an Israel sollen sich in diesem irdischen Reich erfüllen (siehe z.B. Jesaja 11).

Es gibt zwei Arten von Prämillenarismus:

  1. der sog. klassische Prämillenarismus.
  2. der dispensationalistische Prämillenarismus (der zum Beispiel in der Scofield-Bibel oder auch von John MacArthur vertreten wird).

Die folgende Übersicht zeigt den Unterschied zwischen den gängigen Meinungen bezüglich der Endzeit.

Weiterlesen „An jenem Tage – Ein Argument gegen den Prämillenarismus“

Falsche sexuelle Orientierung

GesetzmissbrauchHeute Morgen habe ich in meiner täglichen Bibellese 3Mose 18 gelesen. Da dieses Buch der Bibel für viele von uns nicht sehr bekannt ist, will ich zunächst sagen, worum es in diesem Kapitel geht.

Die Überschift des Kapitels lautet in der Lutherbibel 1984: Verbot geschlechtlicher Verirrungen. 3Mose, auch Leviticus genannt, gehört zu dem sog. Gesetz Moses. Es geht dort in erster Linie um Anweisungen für die Priester des Alten Bundes, und wie sie ihren Dienst verrichten sollen, aber die ethischen Prinzipien, die Gott in 3Mose formuliert, gelten dennoch für die ganze Gemeinschaft der Israeliten.

Wir finden im Kapitel 18 eine ganze Liste von sexuellen Praktiken, die strikt verboten sind. Genannt werden u.a. folgende Dinge:

Gottes Liebe vs Gottes Gerechtigkeit

Besteht ein Widerspruch zwischen der Gerechtigkeit Gottes und dessen Liebe? Ist Gott noch ein Gott der Liebe, wenn Er das Böse bestraft? Kann er noch vollkommen gerecht sein, wenn Er den Sündern vergibt?

Welche Konsequenzen hat Gottes Gerechtigkeit?

Gottes Gerechtigkeit und Gottes Heiligkeit sind untrennbar. Gott ist vollkommen heilig, gerecht und Er verabscheut Bosheit und Ungerechtigkeit. Das ist eine wichtige Aussage, die wir zum Beispiel im Alten Testament finden:

Deine Augen sind zu rein, als dass du Böses ansehen könntest, und dem Jammer (Unheil) kannst du nicht zusehen!
Habakuk 1, 13

Wenn Gott gerecht ist, das ist Er unbedingt, dann kann Er nicht das Böse ungestraft lassen. Das ist gerade, was der Prophet Habakuk verstanden hat. Da das Böse überall und zu jeder Zeit vorhanden ist, sollte Gott diesem Unheil sofort ein Ende setzen. Es ist aber nicht, was Er tut. Warum? Der Grund ist, dass Gott ohne ungerecht zu sein, sein Gericht über das Böse für eine gewisse Zeit aussetzt. Meistens übt Gott Geduld, in der Hoffnung, dass die Übeltäter ihre bösen Taten bereuen und sich versöhnen lassen. Um diesen Gedanken mit der Erwählungslehre zu vereinbaren, müssen wir verstehen, dass die Geduld Gottes nur bei den Erwählten zu einem glücklichen Ergebnis führt:

… Er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe.
2 Petrus 3, 9 Weiterlesen „Gottes Liebe vs Gottes Gerechtigkeit“

Cur Deus Homo? Warum wurde Gott Mensch?

Warum wurde Gott Mensch? So lautet das Werk, welches Anselm von Canterbury am Ende des 11ten Jahrhunderts geschrieben hat. Es ist nicht meine Absicht, kurz vor Weihnachten, einen Artikel über die Satisfaktionslehre von Anselm zu schreiben! Mir geht es darum, folgende Frage zu klären: Warum die Menschwerdung? Warum kam der ewige Sohn Gottes unter uns? Ich möchte mich auch kurz fassen: Jesus kam nicht, um aus uns bessere Menschen zu machen; er kam, uns zu erlösen. Sein Kommen war eine Rettungsexpedition.

Heute ist es so, dass die meisten Menschen immer noch auf eine bessere Welt hoffen. Leider muss ich euch enttäuschen; die Welt wird nicht besser werden. Man braucht nur die konkreten Ergebnisse des Klimagipfels von Kopenhagen, der heute zu Ende kommt, zu sehen und man wird schnell feststellen, wie egoistisch und unverantwortlich der Mensch sein kann. Die Bibel warnt uns, dass Gott diejenigen richten wird, die die Erde vernichten. Wir sind alle betroffen.

…und es ist gekommen dein Zorn und die Zeit, die Toten zu richten und den Lohn zu geben deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und zu vernichten, die die Erde vernichten.
Offenbarung 11, 18 Weiterlesen „Cur Deus Homo? Warum wurde Gott Mensch?“

Die Wiederkunft Jesu

Manchmal frage ich mich, wenn ich bestimmte Christen höre, ob sie die Wiederkunft des Herrn überhaupt noch erwarten. Ich habe den Eindruck, dass  sich viele ein Leben nach dem Tod irgendwie vorstellen können, aber nur wenige auf die glorreiche Erscheinung unseres Herrn und auf die leibliche Auferstehung der Toten hoffen. Diese wichtigen Dogmen gehören jedoch unzertrennlich zu dem christlichen Glaubensbekenntnis. Es ist ein Merkmal der Endzeit, dass der Glaube vieler Mitmenschen erkalten wird. Es könnte sein, dass für sie die Parusie unseres Herrn zu einer unangenehmen Überraschung wird, wie für die törichten Jungfrauen in dem Gleichnis von Matthäus 25:

(11) Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! (12) Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. (13) Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

Über diese Stelle möchte ich aber hier nicht reden, sondern über eine andere aus dem Brief, den Paulus an die Christen von Thessalonich schreibt:

Von den Zeiten und Stunden aber, liebe Brüder, ist es nicht nötig, euch zu schreiben; denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.
1 Thessalonicher 5, 1-2

Da ich weiß, dass Pretribulationisten eine andere Meinung vertreten, betone ich gerne, dass dieser Vers auch für Christen gilt. Weiterlesen „Die Wiederkunft Jesu“

Die sieben Frauen, die sich an einen Mann klammern wollten

Als ich vor kurzem das Buch des Propheten Jesaja gelesen habe, bin ich auf eine seltsame Stelle gestoßen. Am Anfang des Kapitels 4 lesen wir folgendes:

Und sieben Frauen werden zu der Zeit „einen“ Mann ergreifen und sprechen: Wir wollen uns selbst ernähren und kleiden, lass uns nur nach deinem Namen heißen, dass unsre Schmach von uns genommen werde.
Jesaja 4, 1

Ein solcher Vertrag wäre in unserer heutigen Zeit, wo die Menschen von Individualismus so geprägt sind, nicht unüblich, aber ist war für die damalige Gesellschaft absolut undenkbar. Der Mann sollte seine Familie versorgen und sie schützen. Hier muss etwas schlimmes passiert sein, dass eine Frau solche Geständnisse machen will. Weiterlesen „Die sieben Frauen, die sich an einen Mann klammern wollten“