Was ist Taufe?

Für viele Christen wird die Taufe als persönliches Zeugnis und nicht als Sakrament verstanden. Mit der Taufe vollzieht der Täufling einen Gehorsamsschritt und bezeugt damit seinen Glauben „vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt“. Dieses Verständnis ist nicht falsch, dennoch unvollkommen, denn es zeigt nur die menschliche Seite des Glaubens. Dadurch wird nicht dokumentiert, dass in erster Linie Gott die Rettung eines Menschen bewirkt und nicht der freie Wille. Dadurch wird auch nicht ausreichend betont, dass Gott durch die Taufe unseren Glauben stärken möchte, was die eigentliche Bedeutung des Sakraments ist.

Die Taufe ist ein Befehl des Herrn.

Dass ein Mensch getauft wird, wenn er zum Glauben findet, ist in der Tat Gehorsam, denn der Herr Jesus selbst hat die Taufe angeordnet, als Er seinen Jüngern den Missionsbefehl gab:

Jesus kam und sagte zu seinen Jüngern: »Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.«
Matthäus 28, 18-20 Weiterlesen „Was ist Taufe?“

Die Bedeutung des Abendmahls

Je nachdem zu welcher Konfession man gehört, nimmt das Mahl des Herrn eine besondere Bedeutung ein. In bestimmten Gemeinden wird es wöchentlich gefeiert, in anderen vielleicht nur mehrere Male im Jahr.

Aber wer kann noch sagen, was das Abendmahl wirklich bedeutet? Vereinfacht dargestellt,  werden 4 Positionen vertreten: die katholische; die lutherische; zwei reformierten (Zwingli und Calvin).

Im Katholizismus hat das Abendmahl eine zentrale Bedeutung. Während dem Gottesdienst wird das Opfer Christi wiederholt: Brot und Wein werden in den Leib und in das Blut Jesu verwandelt. Diese Verwandlung der Substanzen nennen die Katholiken Transsubstantiation. Weiterlesen „Die Bedeutung des Abendmahls“

Gläubigentaufe und Kindertaufe

Der Begriff „Gläubigentaufe“ bezeichnet eine Taufe, die an mündigen Taufbewerbern vollzogen wird. Dieser Begriff ist passender als „Erwachsenentaufe“, weil in der Praxis auch minderjährige Kinder getauft werden. Diese Taufe wird in vielen Freikirchen praktiziert: Baptisten, offene Brüdergemeinden, Pfingstgemeinden… Vertreter der Gläubigentaufe betrachten die Taufe als ein Zeugnis und einmaliges Festmachen der eigenen Glaubensentscheidung vor der Gemeinde. Nach ihrem Standpunkt erfüllt eine Kindertaufe diese Voraussetzungen nicht, weil Säuglinge nicht glauben können. Dies war auch lange meine eigene Position; ich musste sie leider irgendwann revidieren!

Mit der Kindertaufe (wie sie in der reformierten Theologie verstanden wird) wird eine Taufe gemeint, die an Säuglingen von mindestens einem christlichen Elternteil vollzogen wird. Man spricht auch manchmal von Haustaufe, weil man damit ausdrücken will, dass die Taufe ein äußerliches Zeichen für den Bund ist, den Gott mit den Gläubigen schließt, in dem er auch der Gott ihrer Nachkommen sein will. Im Gegensatz zu den Katholiken glauben die Reformierten nicht, dass die Taufe alleine den Täufling rettet! Wiedergeboren wird man nur durch den Glauben! Weiterlesen „Gläubigentaufe und Kindertaufe“