Zum Tod von John Stott

Am 27. Juli 2011 ist der Pastor, Evangelist und Theologe John Stott mit 90 Jahren heimgegangen.

John Stott war der langjähriger Pastor der „All Souls Church“ in London. Er diente in dieser Gemeinde von 1945 bis 1975 und predigte dort regelmäßig bis zu seinem 80. Geburstag. Trotz evangelikaler Überzeugung verließ Stott nie die „Church of England“. Es kam 1966 zu einer Auseinandersetzung mit Martyn Lloyd-Jones, als Lloyd-Jones die evangelikalen Pfarrer der anglikanischen Kirche auffforderte, diese Kirche zu verlassen. Stott war der Meinung, dass evangelikale Christen Salz und Licht in ihrer traditionellen Denomination sein können.

Bekannt wurde vor allem John Stott für seine zahlreichen Bücher. Ich zitiere hier das vielleicht bekannteste: Der christliche Glaube. Eine Einführung. (auf englisch: Basic Christianity), geschrieben in 1958. Erhältlich in deutscher Sprache ist auch: Die Botschaft der Bergpredigt, Kommentar und Gesprächsleitfaden zu Matthäus 5-7.

Dass Stott ein hervorragender Theologe war, beweist er in seinem Buch: Das Kreuz, Zentrum des christlichen Glaubens ( auf englisch: The Cross of Christ). Der Mann gehörte ganz klar der „reformatorischen“ Tradition. In diesem Buch verteidigt er wie kein anderer die Lehre der stellvertrenden Sühne.

Kritisiert wurde Stott 1998, als er schien, sich gegen eine ewige Strafe in der Hölle auszusprechen:

„I find the concept [of eternal conscious punishment in hell] intolerable and do not understand how people can live with it without either cauterising their feelings or cracking under the strain. But our emotions are a fluctuating, unreliable guide to truth and must not be exalted to the place of supreme authority in determining it. As a committed Evangelical, my question must be — and is — not what does my heart tell me, but what does God’s word say?“
Essentials 314-15

Hier wird jedoch klar, dass Stott der Heiligen Schrift mehr Kredit schenkte als den eigenen Gefühlen.

John Stott ist jetzt bei seinem Herrn.

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