Das Problem des Bösen

Leid2Das Warum des Bösen und des Leidens in der Welt ist eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Atheisten haben vielleicht eine schnelle Antwort dazu, aber Menschen, die an Gott glauben, bleiben vor einem ungelösten Rätsel. Wenn es einen Gott gibt, der zugleich allmächtig und liebevoll ist, wie kann er so viel Böse auf Erden zulassen?

Spricht das Übel nicht gerade dafür, dass das Leben auf dieser Erde das Produkt einer blinden Evolution und einem unvorhersehbaren Schicksal ausgeliefert ist?

Wenn Gott doch existiert, wie kann er zusehen, dass so viele unschuldige Menschen durch Kriege, Krankheiten oder Hungersnöte sterben müssen? Die Antwort liegt auf der Hand: Entweder ist ein solcher Gott nicht allmächtig oder er hat keine Liebe.

Wenn wir uns mit dieser Frage befassen, dürfen wir zwei wichtige Aspekte nicht vergessen. Der eine ist logischer Art, der andere wahrscheinlichkeitstheoretisch:

  1. Können Gott und das Böse gleichzeitig existieren?
  2. Falls ja, wie wahrscheinlich ist die Existenz Gottes angesichts des Bösen?

Gemäß dem logischen Problem des Bösen kann ein liebender Gott das Böse nicht zulassen. Das Böse existiert. Deshalb kann Gott nicht existieren.

Dadurch dass wir viele Hinweise für ein gewisses Chaos im Universum haben, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiser Architekt existiert? Da oft böse Menschen ein langes und glückliches Leben haben und viele Unschuldige leiden und früh sterben müssen, wie ist so etwas mit Gottes Gerechtigkeit zu vereinbaren?

Diese beiden Aspekte wollen wir im Folgenden gleichzeitig behandeln.

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Die Freude von Weihnachten

Text: Matthäus 2, 1-12

Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. 3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): »Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.« Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. 10 Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 1und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
Die meisten feiern Weihnachten, aber immer mehr Menschen wissen nicht, was sie an Weihnachten wirklich feiern und warum sie feiern. Für viele ist es nicht einmal ein Fest der Freude, sondern ist Synonym von Stress und Streit mit der Familie.

Drei Fragen möchte ich stellen: Was suchst du an Weihnachten? Wo suchst du an Weihnachten? Was schenkst du an Weihnachten? Weiterlesen „Die Freude von Weihnachten“

Was hat Homosexualität mit Sklaverei zu tun?

Seit 2001 ist es in Deutschland für zwei Menschen gleichen Geschlechts möglich, eine eingetragene Lebenspartnerschaft zu schließen. In anderen Ländern wie die USA, England, Frankreich, Spanien ist es ihnen sogar möglich, einen sogenannten „Ehevertrag“ zu schließen. Es ist in Deutschland nur eine Frage der Zeit, bis diese Möglichkeit auch homosexuellen Paaren angeboten wird.

Jetzt werden viele sagen: Es ist gut so! Was könnte verhindern, dass zwei Menschen gleichen Geschlechts, die sich lieben und sich gegenseitige Treue versprechen, auch diese gefestigte Form der Gemeinschaft genießen. Viele „Kirchen“ haben es verstanden und erteilen schon ihren Segen über solche „Eheschließungen“.

Dafür müssen sie aber eine Rechtfertigung entweder in der Tradition oder in der Bibel suchen. Die Evangelische Kirche in Deutschland, die z.B. zu solchen Kirchen gehört, meint sie auch in der Bibel gefunden zu haben. Zwar befinden sich in der Bibel zahlreiche Stellen, die offensichtlich die Homosexualität verurteilen, aber wenn man näher schaut, sind sie nicht so eindeutig. Sie würden nicht alle Formen von Homosexualität verurteilen, sondern nur pädosexuelle Praktiken oder die sog. Sodomie. Siehe dazu unsere Position hier und hier. Weiterlesen „Was hat Homosexualität mit Sklaverei zu tun?“

Gewissensfreiheit

Was zur Zeit in Europa passiert, ist ziemlich besorgniserregend. Nach dem Anschlag gegen die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ am 7. Januar und der Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt am 9. Januar, zeigten sich viele Bürger Europas solidarisch und bekundeten: „Je suis Charlie“. Sie wollten damit zum Ausdruck bringen, dass die Meinungsfreiheit ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie ist. Man kann darüber streiten, ob die Karikaturenzeichner von Charlie Hebdo es nicht zu weit getrieben hatten, aber eine Sache ist sicher: auf die Meinungsfreiheit kann man nicht verzichten, egal welche Drohungen gegen sie ausgesprochen werden. Weiterlesen „Gewissensfreiheit“

Ist die Religion schuld an allen diesen Kriegen?

Wenn ich manchmal gewisse Leserkommentare auf den Internetseiten von deutschen Zeitschriften lese, bin ich wirklich erschrocken. Es ist wirklich so, dass wir in einer schweren Zeit leben. Jeder Tag scheint, neue schlechte Nachrichten zu bringen: Krieg in der Ost-Ukraine, verbunden mit dem Risiko eines dritten Weltkrieg; Massaker an Christen und Jesiden in Irak durch den Islamischen Staat; Krieg zwischen Israel un dem Hamas; Krieg in Afghanistan; in Nigeria werden Kirchen durch Boko Haram verbrannt… Die Liste wäre fast endlos.

Und was behaupten diese Leser? Schuld an allen diesen Kriegen wäre im Grunde die Religion. Sie ist die, die den Hass schürt. Sie ist die, mit der man die Unwissenden manipulieren kann. Würde man sie abschaffen, hätte man einen dauerhaften Frieden, wie es z.B. seit 70 Jahren in Deustchland der Fall ist. Weiterlesen „Ist die Religion schuld an allen diesen Kriegen?“

Falsche sexuelle Orientierung

GesetzmissbrauchHeute Morgen habe ich in meiner täglichen Bibellese 3Mose 18 gelesen. Da dieses Buch der Bibel für viele von uns nicht sehr bekannt ist, will ich zunächst sagen, worum es in diesem Kapitel geht.

Die Überschift des Kapitels lautet in der Lutherbibel 1984: Verbot geschlechtlicher Verirrungen. 3Mose, auch Leviticus genannt, gehört zu dem sog. Gesetz Moses. Es geht dort in erster Linie um Anweisungen für die Priester des Alten Bundes, und wie sie ihren Dienst verrichten sollen, aber die ethischen Prinzipien, die Gott in 3Mose formuliert, gelten dennoch für die ganze Gemeinschaft der Israeliten.

Wir finden im Kapitel 18 eine ganze Liste von sexuellen Praktiken, die strikt verboten sind. Genannt werden u.a. folgende Dinge:

Es gibt keine absolute Wahrheit! Wirklich?

In diesem Artikel wollen wir uns mit folgender Aussage beschäftigen:

Es gibt keine absolute Wahrheit, deshalb ist die Behauptung Jesu, der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein, inakzeptabel. Es ist unzumutbar, wenn Christen voraussetzen, ein Mensch kann zu Gott ausschließlich durch Jesus kommen. Dadurch verachten sie andere Religionen, sowie die Menschen, die sie ernsthaft praktizieren.

Dazu antworten wir:

Wir leben in einer Zeit, wo Relativismus und Pluralismus zu herrschenden Prinzipien geworden sind. Toleranz ist ein wichtiges Motto geworden. Alle Ansichten müssen akzeptiert werden und jeder darf denken, was er will, solange er die Freiheit der anderen nicht einschränkt. Kurz zusammengefasst: Es ist verboten, zu verbieten. Weiterlesen „Es gibt keine absolute Wahrheit! Wirklich?“