Was beinhaltet das Evangelium?

Was beinhaltet das Evangelium? Was muss man glauben, um gerettet zu werden? Was muss ein Christ sagen, wenn ihm diese Frage gestellt wird.

Ich möchte hier versuchen, die Botschaft des Evangeliums in wenigen Punkten zusammen zu fassen:

  1. Gott ist der allmächtiger Schöpfer des Universums. Seit der Ewigkeit her ist er vollkommen gut, heilig und gerecht.
  2. Es war sein guter Wille, uns zu erschaffen. Unser Leben ist ein Geschenk und liegt ganz in seiner Hand.
  3. Wir wurden als verantwortliche Wesen geschaffen, um unserem Schöpfer frei zu dienen und seine Liebe zu genießen.
  4. Unsere ersten Vorfahren, und anschließend wir, haben Gott den Rücken gekehrt. Die Folgen von diesem Ungehorsam sind die Trennung von ihm und die Sündhaftigkeit unserer jetzigen Natur.
  5. Gott redet dennoch zu uns durch das Gewissen, welches uns verurteilt, und vor allem durch sein geoffenbartes Wort, die Bibel.
  6. Gott zeigt uns durch sein Gesetz wie Er ist und was Er von uns verlangt. Seine Gebote sind gut und gerecht. Wer sie erfüllt, wird leben.
  7. Wegen unserem sündigen Zustand können wir aber die Anforderungen des Gesetzes nicht erfüllen und machen uns vor Gott noch mehr schuldig.
  8. Die Konsequenz für unsere zahlreichen Übertretungen ist der ewige Tod. Wir werden eine Ewigkeit lang den gerechten Zorn Gottes spüren müssen.
  9. In seiner Liebe hat sich der dreieinige Gott einen Rettungsplan ausgedacht. Die zweite Person der Dreifaltigkeit, der Sohn Gottes, war vom Anfang an bereit, diesen Plan umzusetzen
  10. Als die Zeit gekommen ist, wurde er Mensch und von einer Frau geboren. Gott wurde ein Mensch aus Fleisch und Blut, ohne jedoch die sündige Natur des Menschen zu erben.
  11. Jesus Christus hat unter dem Gesetz gelebt und war sein Leben lang vollkommen gehorsam. Nie hat Er ein einziges Gebot übertreten, obwohl er uns in allem ähnlich war.
  12. Jesus ist am Kreuz stellvertretend für uns Sünder gestorben. Er hat den Zorn Gottes an unserer Stelle gespürt und die gerechte Strafe für die Sünde auf sich ergehen lassen.
  13. Am dritten Tag ist er auferstanden, wurde von vielen gesehen und nach 40 Tagen ist er zurück zum Vater gegangen. Er wird zurückkommen und die Welt richten.
  14. Wer an sein stellvertretendes Opfer glaubt und von seiner bisherigen Lebensweise umkehrt, empfängt die Vergebung der Sünden und wird gerecht gesprochen.
  15. Er/sie steht nicht mehr unter dem Zorn Gottes, sondern ist vom Tod zum Leben übergegangen. Er/sie wird dann als Kind Gottes angenommen und das ewige Leben erben.

Humanitäre Hilfe und Mission

Vor kurzem hat ein Fernseh-Beitrag des ZDF (Frontal 21 vom 4. August 2009) die Aufmerksamkeit von vielen erregt. Dabei wurde die Frage gestellt, ob evangelikale Mission die Arbeit humanitärer Organisationen in nicht-christlichen Ländern nicht erschweren würde? In anderen Worten: Ist das, was diese Gruppierungen machen, nicht eher Unfug, so dass sie lieber Platz für wichtigere Aufgaben machen sollten?

Zunächst müssen wir definieren, was unter Mission vestanden wird. Wenn eine katholische Organisation wie die Caritas evangelikale Werke kritisiert, weil sie neben ihrem (pseudo)humanitären Einsatz Menschen aus anderen Religionen „bekehren“ wollen, versteht sie Mission eher als einen guten Dienst an die Menschen. Darunter verbirgt sich selbstverständlich ein bestimmtes theologisches Verständnis: Mission, genauer gesagt Diakonischer Dienst, ist vor allem ein Liebeserweis an die Menschen.

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Was ist das Evangelium?

Diese Woche fand in Chemnitz die Großevangelisation ProChrist 2009 statt. Ziel dieser Veranstaltung, die jede 3 Jahre organisiert wird, ist die Verkündigung des Evangeliums. Wer versucht, die heutigen Menschen mit der Guten Nachricht zu konfrontieren, weiß zu gut, wie schwer es ist, in ein tiefes Gespräch über den Glauben verwickelt zu werden, in dem die Möglichkeit besteht, das Evangelium zu sagen. Aus diesem Grund ist es eine wunderbare Chance, wenn Menschen sich zu einer solchen Evangelisation einladen lassen. Ich war deshalb sehr gespannt, wie Ulrich Parzany die Heilsbotschaft nahe bringen würde.

Nun, ich muss sagen, ich bin bis heute eher enttäuscht worden. Zwar waren die Themen gut gewählt und der Evangelist Ulrich Parzany ist jemand, der Vertrauen und Sympathie aufweckt. Die Menschen wurde in der Tat eingeladen, zu Jesus zu kommen, aber ich bezweifle, dass viele das echte Evangelium gehört haben und sich bewusst entscheiden konnten.

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Wie Reformierte Evangelisation verstehen

Folgendes Vorurteil hat sich in vielen Köpfen festgesetzt: Reformierte halten nur ihre Gottesdienste; sie evangelisieren nicht, weil sie der Überzeugung sind, dass die Auserwählten sowieso irgendwann gerettet werden.

Eine solche Beurteilung ist aus zwei Gründen falsch:

  • Reformierte legen viel Wert auf die Evangelisation, nur evangelisieren sie anders.
  • Gott ist zwar souverän, aber in seiner Gnade möchte Er uns gerne gebrauchen.

Evangelisation durch den Gottesdienst?

Wenn Evangelikale an Evangelisation denken, sind sie der Meinung, dass man unbedingt spezielle Gottesdienste für Kirchenferne planen sollte. Laut dieser Auffassung könnten Kirchenferne nämlich fast nichts mit einem herkömmlichen Gottesdienst anfangen. Reformierte vertreten da eine ganz andere Meinung: Evangelistische Veranstaltungen sind wünschenswert aber sie sollten nie auf Kosten des regelmäßigen Gottesdienstes geschehen. Der Gottesdienst ist zwar primär für die Erbauung der Gläubigen gedacht, wir können jedoch unsere Freunde und Bekannten auch dazu einladen, weil Gott sie dort durch gewöhnliche Gnadenmittel wie die Wortverkündigung ansprechen kann.

Die Frage ist nämlich: Was traue ich Gott zu? Verlasse ich mich auf geschickt angewandte Techniken und sanfte menschliche Methoden, die Gefühle hervorrufen aber nicht unbedingt Herzen zur Umkehr (Buße) führen können oder will ich die Verlorenen direkt mit Gottes Botschaft konfrontieren und dabei erwarten, dass der Heilige Geist sie überzeugt?

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