Der feste Grund Gottes

In seinem 2. Brief an Timotheus schreibt Paulus:

Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen; und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.
2 Timotheus 2, 19

Hier wird der Christ mit zwei wichtigen Wahrheiten konfrontiert:

  1. Gott ist Derjenige, der die Seinen kennt und beim Namen nennt.
  2. Jeder, der behauptet, dass er Gott kennt, soll dies durch sein Verhalten beweisen.

Die Zuversicht des Glaubens

Diesen Vers verstehe ich nicht so, als ob nur Gott wüßte, wer letztendlich gerettet werden sollte, sondern er ist uns als Zuspruch gegeben worden, um uns Trost und Zuversicht zu schenken und unseren Glauben zu stärken. Obwohl wir uns in aller Demut vergewissern dürfen, dass wir zu Gott gehören, könnte es vorkommen, dass wir manchmal wegen vielen Prüfungen an der Treue Gottes zweifeln könnten. Dies galt vielleicht den Empfängern des Briefes, als sie sahen, wie viele vom Glauben abgefallen waren und sich abtrünnig verhielten, wie die beiden aus dieser Geschichte: Hymenäus und Philetus. Es wird uns versichert, dass Gott seine Erwählten nie im Stich lassen wird. Er kennt sie, wie ein Hirte seine Schafe kennt. Jesus Christus hat von seinen echten Nachfolgern gesagt:

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen.
Johannes 10, 27-29

Die Verantwortung des Glaubens

Wir finden heute leider viel zu viele Christen, die meinen,  sie wären wiedergeboren und in Sicherheit, nur weil sie einmal Jesus „angenommen“ haben. Es ist genauso trügerisch wie der Gedanke, ich könnte in den Himmel kommen, nur weil ich getauft bin.

Dieser Text sagt ganz ausdrücklich: Du, der du den Namen Gottes nennst, du behauptest, Ihn persönlich zu kennen, dann zeige es auch, indem du ein entsprechendes Leben führst.

Jakobus, der Bruder Jesu, sagt nicht anderes in seinem Brief:

Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken.
Jakobus 2, 18b

Hier wird uns keine Rechtfertigung durch gute Werke verkündet. Was uns rettet, ist letztendlich, was Jesus am Kreuz getan hat und unser Vertrauen zu Ihm. Dennoch, es wird uns folgendes gesagt: diejenigen, die Gott kennen, ehren Ihn durch Werke, die der Vater für sie vorbereitet hat (Epheser 2, 8).

Der selbe Geist, der uns zur Umkehr geführt hat, befähigt uns auch, Gott gefallen zu wollen.

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