Das tausendjährige Reich: wörtlich oder allegorisch?

Das einzige Kapitel der Bibel, in dem von einem tausendjährigen Reich buchstäblich die Rede ist, ist Offenbarung 20. Es beschreibt wie ein großer Engel vom Himmel herunterkommt und Satan für 1000 Jahre in Ketten legt.
Je nach dem, ob man diese Worte wörtlich nimmt oder eher allegorisch, spricht man von Prämillenarismus – weil die Wiederkunft Jesu vor dieser Zeitperiode erfolgt – oder von Postmillenarismus und Amillenarismus.

Die römisch-katholische Kirche, so wie die lutherischen und reformierten Kirchen vergeistlichen diesen Text und vertreten in der Praxis eine Mischung aus Postmillenarismus und Amillenarismus. Wird der Text dagegen eher wörtlich ausgelegt, wie in den meisten Freikirchen und im pietistischen Milieu, erwarten die Christen ein Millenium unmittelbar nach der Wiederkunft Jesu.

Der Postmillenarismus besagt, dass die christliche Botschaft im gegenwärtigen Zeitalter schließlich bewirken wird, dass die Welt im Großen und Ganzen bekehrt und für Christus gewonnen wird. Dies wird uns in eine Welt führen, die durch allgemeinen Frieden statt Streit, allgemeines Wohlergehen statt Ungleichheit, Frömmigkeit statt Bosheit und so weiter gekennzeichnet ist, wobei die entsprechende Zeitdauer mehr oder weniger als eintausend Jahre betragen kann.

Die Amillenaristen glauben, dass die Kirche schon jetzt Ausdruck des tausendjährigen Reiches Christi ist, wobei „tausendjährig“ nicht als eine buchstäblich eintausend Jahre umfassende Zeit verstanden wird, sondern als die Herrschaft Christ, wie wir sie zwischen seiner Himmelfahrt und seiner Wiederkunft erfahren.

Nach Auffassung der Prämillenaristen können Gerechtigkeit und Frieden erst im Zusammenhang mit der Wiederkunft Christi herbeigeführt werden, wenn der König sichtbar und leiblich gegenwärtig ist. Im Hinblick auf die Eschatologie unterscheidet sich der dispensationalistische Prämillenarismus vom historischen Prämillenniarismus vor allem durch die Überzeugung, dass sich Israel als Volk in der Endzeit versammelt und bekehrt und das ihm gegebene Versprechen des Landes im tausendjährigen Reich Christi erfüllt werden wird. Viele Vertreter des Dispensationalismus beharren bei dieser Unterscheidung darauf, dass Gott zwei Völker habe: die Kirche sei sein himmlisches Volk und Israel sei sein irdisches Volk.

Welche Meinungen wurden in der Kirchengeschichte vertreten?

Der Millenarismus – damals Chiliasmus genannt – war im Urchristentum in vielen Kreise vertreten. Man behauptet oft, dass Irenäus aus Lyon diese Lehre vertreten hätte. Man findet aber nichts darüber in seinen Schriften. Einige Kirchenväter haben jedoch den Chiliasmus verkündet. Im Gegensatz positionierte sich die alexandrinische Schule, unter Führung von Männern wie Clemens und Origenes, klar gegen solche „jüdisch-materialistischen“ Ansichten über die Zukunft. Unter dem zusätzlichen Einfluss von Augustinus wurde der Prämillenarismus im Verlauf des Mittelalters zunehmend aufgegeben und war auch während der gesamten Reformationszeit und der nach-aufklärerischen Kirchenzeitalter wenig populär. Tatsächlich dauerte es bis zum neunzehnten Jahrhundert, bis sein Comeback begann.

Die Stärke des Prämillenarismus – insbesondere des Dispensationalismus – ist nicht seine Klarheit, sondern seine „scheinbare“ Treue zum biblischen Text. Ein Spiritualisierung der Bibel erschreckt viele „bibeltreue“ Christen, weil sie denken, dies würde die Autorität der Bibel untergraben.

Warum die allegorische Interpretation konsequenter ist?

Ich halte persönlich eine wörtliche Auslegung von Off. 20 für problematisch. Die Argumente, die man zugunsten eines wörtlichen tausendjährigen Reiches vorlegt, sind mehr eine gedankliche Kontruktion als fundierte biblische Belege.

Die Offenbarung ist ein Buch, in dem Symbole reichlich vorhanden sind und in welchem sich bestimmte Ereignisse wiederholen. Der Versuch, alles wörtlich oder chronologisch zu deuten, führt an manchen Stellen zu absurden Behauptungen. Dazu ein Beispiel: Die letzte Schlacht, die am Ende von den 1000 Jahren geschildert wird, ist eine Prophetie aus Hesekiel 38. Interessanterweise wird genau der selbe Kampf bereits am Ende von Kapitel 19 (also vor der Wiederkunft Christi) erwähnt. Es handelt sich hier eindeutig um eine Wiederholung.

Aber wie lässt sich Offenbarung 20 allegorisch deuten?

Zunächst muss klar gestellt werden, dass wenn das Neue Testament von den letzten Tagen spricht, wird eine Zeitperiode gemeint, die bereits mit dem ersten Kommen Jesu angefangen hat (Apg 2,17; Heb 1,2; Jak 5,3). Auch das Argument aus 1 Korinther 15, 25 zugunsten eines tausendjährigen Reichs (Denn er muss herrschen, bis Gott ihm »alle Feinde unter seine Füße legt«) kann man auf die Zeit der Kirche beziehen (siehe auch Daniel 2, 44)

Das Neues Testament lehrt eindeutig, dass das Gebundenwerden Satans durch das Wirken Jesu auf Erde bereits stattgefunden hat. Belege dafür sind Texte wie Matthäus 12:28-29 und Lukas 10:17-18. Dass Satan gebunden ist, bedeutet nicht dass er keinen Freiraum mehr hat, sondern dass er wegen der erschienenen Gnade Gottes seine Macht als Ankläger verloren hat.

Die Wiedergeburt wird oft mit einer Auferstehung aus den Toten verglichen: Der Kolosserbrief betont, dass wir bereits mit Jesus zu einem neuen Leben auferstanden sind (Kol. 2,12 ; 3,1). Johannes teilt uns mit, dass wir bereits mit Christus herrschen (Offenbarung 1, 9)

Eine genaue Beobachtung von 1 Thessalonicher 4 und 5 zeigt, dass Ankunft des Herrn und Tag des Herrn ein und dasselbe Ereignis sind. Paulus unterstreicht in 1 Thess 4, 16 dass die Ankunft des Herrn für seine Gemeinde mit einem Posaunenschall begleitet wird, was in Offenbarung 11 der siebten Posaune entspricht; diese Posaune ist die letzte vor dem Endgericht. Eine Analyse des Begriffs „Tag des Herrn“ im Kapitel 5 ließe sich anhand des Alten Testaments problemlos auf das Jüngste Gericht anwenden.

Noch einmal zum Schluss: eine allegorische Interpretation von Offenbarung 20 bedeutet nicht, dass man die Wiederkunft Jesu und das ewige Reich in Frage stellt. Die Heilsgeschichte erscheint jedoch einfacher: Jesus kommt wieder, danach folgt das Jüngste Gericht und dann die Ewigkeit.

33 Gedanken zu “Das tausendjährige Reich: wörtlich oder allegorisch?

  1. mona

    was hat das eigentlich mit dem löwen und dem lamm auf sich ?
    WO steht die geschichte der beiden in der bibel ??

    mamma mia …bin ich wirklich zu dumm das u verstehen !?
    :(

    1. christozentrisch

      Eigentlich findet man Löwe und Lamm nie wirklich zusammen in der Bibel.

      Aber… In der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, Kapitel 5, wird Jesus Christus Löwe von Juda genannt (Vers 5). Er wird aber auch im Vers 6 als Lamm dargestellt. Jesus hat gekämpft wie ein Löwe und gesiegt, in dem Er für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und dort wie ein Lamm geschlachtet wurde. Er hat so zu sagen den Teufel und das Böse mit Sanftmut besiegt.

      Im Alten Testament (Buch des Propheten Jesaja) wird auch das zukünftige Reich Jesu als eine Zeit dargestellt, wo „…Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.“ Jesaja 65,25.
      Also das Böse wird dort abgeschafft.

      Verstehst du und glaubst du das Mona?

    2. Norbert

      Warum es ein 1000jähriges Friedensreich auf Erden geben muß!

      Dass eben Jesaja 65,20
      „als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt…“ nicht von der neuen Erde sprechen kann – wie das gesamte Kapitel 65 bei Jesaja, zeigt gerade dieser Vers Jesaja 65,20, in welchem also noch gestorben wird!

      Seit wann gibt es auf der neuen Erde(Offenbarung 21,1) noch den Tod???

      Offenbarung 21,4 sagt doch ausdrücklich: “ …und der Tod wird nicht mehr sein…!“ Daher muss es vorher – zwischen der Wiederkunft Jesu und dem Beginn des „neuen Himmels und der neuen Erde“ noch das 1000jährige Friedensreich des Messias auf Erden geben, wo die meisten Menschen sehr alt werden(vielleicht so alt wie Methusalem?), aber eben doch noch sterben werden, denn sonst gäbe der Satz aus Jesaja 65,20 keinerlei Sinn! Da erfüllt sich dann die Prophezeiung aus Sacharja 9,10 „Denn er(=der Messias) wird Frieden gebieten den Völkern und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.“ und aus Psalm 46,10+11: „In aller Welt bereitet er den Kriegen ein Ende. …Ich stehe über den Völkern; ich habe Macht über die ganze Welt.“ (Hoffnung für alle – Bibelübersetzung) und „Er(=Jesus Christus!) regiert auf dem Berg Zion in Jerusalem.“ (Psalm 9,12 -Hoffnung für alle – Bibelübersetzung) Ja, in der Tat! Von Jerusalem aus wird der Friedefürst (Jes.9,5) als „der Juden König“ (Joh.19,19) und Messias Israels und der ganzen Welt für 1.000 Jahre regieren – unbeeinflusst von der Macht Satans und des Bösen und die Menschheit kann endlich aufatmen , befreit von Krieg, Verfolgung, Flüchtlingselend – gesegnet mit der Gnade und der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit Jesu Christi, unseres Heilandes! Ja, wie herrlich wird dies sein! HALLELUJAH!!! Freuen wir uns auf diese herrliche Zeit auf Erden, wenn „Frieden und Gerechtigkeit“ (Psalm 85,11/Jes.32,17) herrschen werden und Liebe, Güte und Barmherzigkeit!

      1. Norbert,
        du sagst: Seit wann gibt es auf der neuen Erde(Offenbarung 21,1) noch den Tod???
        Jesaja 65,20 ist bildhafte Sprache. Das ist so zu sagen eine andere Möglichkeit zu sagen: der Tod wird nicht mehr sein. Deine wörtliche Interpretation ist übrigens höchst problematisch, denn Gott sagt gerade kurz davor: Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. V.17
        Alle Verse, die du zitierst, lassen sich anders interpretieren und verweisen entweder auf die jetzige Herrschaft Christi oder auf auf die Ewigkeit.
        Die größte Schwierigkeit, die ein buchstäbliches Tausendjahrreich mit sich bringt, ist, dass Menschen, die bereits einen Auferstehungsleib haben, unter sterblichen Menschen wohnen werden. Darüber hinaus sagt die Bibel ganz klar, dass alles Leben vernichtet wird, wenn Jesus wiederkommt. Siehe 2.Petrus 3,10: Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden.

  2. Pingback: Das Wort richtig austeilen. Eine Widerlegung des Dispensationalismus | Christozentrisch

  3. Raf Vanheyst

    Ich bin zum Glauben gekommen in eine Gemeinde wo das Dispensationalismus als Warheit gehandhabt würde, und war 10 jahre verblendet von diese nach diese neue Erkenntnisse Ihrlehre die kein Biblisches fundament hat sondern spekulationen und fantasien fullen diese „visionen“ zum hohe unterhaltungswert a la Hollywood fur Christen die damir ihre Sensationslust befriedigt sehen. Das 1000jährige Reich ist ein unsichtbares Reich, schon längst aufgerichtet durch Christus der herscht mit seine kinder. Er ist auch der „letzte Tempel zusammen mit uns“( unser körper ist ein Tempel des Heilige Geist ), und der König seines Reiches und der letzte Hohepriester! Somit sind wir schon an das ende von das 1ooojährige Reich angekommen und der Herr kommt bald steht geschrieben. Ja komme bald Herr Jesus. amen.

  4. Kersten

    Grundsätzlich kann ich deiner Darstellung zustimmen. Aber für mich bleiben 2 Fragen:

    1. In https://christozentrisch.wordpress.com/2011/01/01/das-wort-richtig-austeilen-eine-widerlegung-des-dispensationalismus/schreibst du: „Dass Satan gebunden ist, bedeutet nicht dass er keinen Freiraum mehr hat, sondern dass er wegen der erschienenen Gnade Gottes seine Macht als Ankläger verloren hat.“ Lt. Offb. 20,3 hat das Binden Satans aber (mind. auch) das Ziel, dass er nicht mehr verführen kann. Kannst du das näher erklären?

    2. Off. 20,6 nutzt, zumindest lt. Zürcher Übersetzung, die Zukunftsform: „sondern sie werden Priester und Priesterinnen Gottes und Christi sein und mit ihm herrschen, tausend Jahre lang.“ Dass wir Priester sind bezeugt das NT ja auch an anderen Stellen, aber mich irritiert hier die Zukunftsform. Hast du dazu eine Erklärung?

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Kersten

    1. christozentrisch

      Kersten,

      1. Versuchen wir Offb 20 wörtlich auszulegen, so werden wir mit unlösbaren Problemen konfrontiert: Christen würden nach ihrer leiblichen Auferstehung über eine Welt regieren, in der noch sterbliche Menschen leben. Es ist besser, das Kapitel so zu verstehen, dass es sich auf die gegenwärtige Herrschaft der Kirche/Gemeinde bezieht. Die Seelen der Martyrer herrschen bereits mit Christus im Himmel. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus die Macht Satans gebrochen. Der Spielraum des Teufels ist deshalb eng geworden. Die Verführung worum es hier geht ist anderer Art: mit dem Evangelium beginnt ein neues Zeitalter. Die Nationen sind nicht mehr den Verheißungen fremd. Das Licht geht auch für sie auf. Siehe dazu Matth. 4,14–16 ; Lukas 2,32 ; Apg 14,15–17 oder Apg 17,30–31.

      2. Zu Offb 20,6: Aus der Sicht des Johannes fängt diese Zeit an. Sie wird bis zur Wiederkunft Jesu dauern. Dann kommt die 2. Auferstehung, d.h. die leibliche Auferstehung der Leiber.

      mit freundlichen Grüßen,
      JLG

  5. Christina

    @ Christozentrisch:

    Ich habe da mal eine Frage.

    Du schriebst:

    „Im Alten Testament (Buch des Propheten Jesaja) wird auch das zukünftige Reich Jesu als eine Zeit dargestellt, wo “…Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.” Jesaja 65,25.“

    Wenn in Off. 20 also kein zukünftiges wörtliches 1000-jähriges Reich gemeint sein soll, wo ist denn dann diese Zeit einzuordnen, in der Wolf und Schaf beieinander weiden werden, der Löwe Stroh fressen wird usw.?

  6. christozentrisch

    Christina,
    sehr gute Frage!
    1) Ab Jesaja 65,17 lesen wir: Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.
    Johannes verweist auf diese Jesajastelle in Offenbarung 21,1 wenn er sagt: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
    Wann geschieht das? – Nach dem Endgericht (Offenbarung 20,14-15)
    2) Wenn die Ewigkeit gemeint ist, warum ist der Tod noch gegenwärtig? In Jesaja 65,20 lesen wir nämlich: Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.
    Jesaja beschreibt hier eine so wunderbare Zeit, dass ihm die Begriffe fehlen und er vergeblich irdische Analogien sucht. So sind die Ausdrücke von Vers 20 nicht wortwörtlich zu verstehen. Der Prophet will Hoffnung wecken, indem er zeigt, dass in dieser kommenden Zeit die alten Vorstellungen nicht mehr gelten.
    Ich hoffe, es hilft.

  7. Christina

    @ Christozentrisch:

    Danke für Deine Antwort. :)

    Bei Punkt 1 stimme ich Dir vollkommen zu.

    Bei Punkt 2 finde ich, dass Jes. 65, 20 doch viel besser auf ein irdisches tausendjähriges Reich passen würde, eben weil es den Tod noch gibt, aber ansonsten eben viel bessere Lebensbedingungen.

    Denn warum sollte Jesaja für diese wunderbare Ewigkeit ohne Tod keine Worte finden? Er bräuchte doch nur zu sagen “Es wird keinen Tod mehr geben”. Das klingt doch viel Wunderbarer als “Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.”(denn das klingt so wunderbar denn auch wieder nicht, weil der Tod ja noch da ist)

    Warum sollte Jesaja so eine einfache Tatsache wie „Kein Tod mehr“, so umständlich (und mißverständlich) erklären sollen? Leuchtet mir irgendwie nicht so richtig ein.

    1. christozentrisch

      Zu Punkt 2: es stimmt, es könnte auf ein Tausendjahrreich passen ;)

      Johannes denkt aber sicherlich an diese Stelle aus Jesaja, wenn er in Offenbarung 21,4 sagt: Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein.

      Zum Vergleich:
      Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. Jesaja 65,19b-20

  8. Christina

    Warum sollte Johannes in Off. 21, 4 an diese Verse aus Jesaja gedacht haben? Du hast es ja in Deinem Kommentar schon besonders hervorgehoben „der Tod wird nicht mehr sein“ !!!!!

    In den Jesajaversen ist der Tod ja aber noch da (der Knabe stirbt mit hundert Jahren).

    Also ich hätte kein Problem damit, wenn Jesaja so enden würde

    „Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen,“ (daraus könnte man folgerichtig schließen, der Tod ist nicht mehr da)

    aber es geht ja dann noch weiter

    „sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.

    Ganz schön kompliziert das alles, was? :)

    1. christozentrisch

      Siehst du nicht den klaren Parallelismus zwischen Offg 21,4 und Jes 65,19b-20: kein Weinen mehr, keinen Tod mehr?
      Johannes sagt uns im Grunde, wie Jesaja zu verstehen ist. Seine inspirierte Auslegung ist maßgebend. Du versuchst aber, auf Jesaja unbedingt dein Denkschema aufzuzwingen.

  9. Christina

    @ Christozentrisch:

    In Offenbarung 20 heißt es:

    1 Und ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. (Offenbarung 9.1) 2 Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und Satan, und band ihn tausend Jahre (Offenbarung 12.9) 3 und warf ihn in den Abgrund und verschloß ihn und versiegelte obendarauf, daß er nicht mehr verführen sollte die Heiden, bis daß vollendet würden tausend Jahre; und darnach muß er los werden eine kleine Zeit.

    „……, und darnach muß er los werden eine kleine Zeit.“

    Vorausgesetzt es gibt wirklich kein irdisches tausendjähriges Reich. Was soll das dann bedeuten, dass der Satan für eine kleine Zeit los gelassen wird?

    1. christozentrisch

      Christina,
      Offenbarung 20 beschreibt die geistliche Herrschaft Christi (und seiner Gemeinde) zwischen seinem ersten Kommen und der Parusie (seiner Wiederkunft).
      Das „Binden“ Satans steht für die Fortschritte der Weltmission. Im Gegensatz zu der alttestamentlichen Zeit dürfen die Nationen das Evangelium hören. Die Zeit vor der Wiederkunft Jesu wird eine Zeit des Abfalls sein, wo Satan mehr Freiheit bekommt.

      1. Christina

        Ahhhhh…….. jetzt verstehe ich diese Art der Interpretation.
        Ok, da muss ich jetzt erstmal noch weiter drüber nachdenken.
        Danke jedenfalls. :)

  10. Wie passen in Deine Interpretation die beiden Tiere der Offenbarung? Und die zwei Zeugen in der „Stadt wo auch der Herr gekreuzigt worden ist“?

    Ich persönlich bin der Überzeugung, dass die Frau auf dem Tier das irdische Jerusalem darstellt, was man innerhalb der Schrift sehr leicht darlegen kann. Das soll jedoch nicht das Thema sein.

    Worüber ich mir in letzter Zeit Gedanken mache sind folgende Punkte: In der Offenbarung steht geschrieben, dass die Hure gerichtet wird. Diese Aussagen habe ich immer auf die Zukunft bezogen, nun bin ich auf ein Thema gestoßen mit dem englischen Begriff „Kingdom Eschatology“.

    Ich will diese Lehre nicht 1 zu 1 übernehmen, jedoch stimme ich in vielen Punkten überein. Zum Beispiel das „Gräuel der Verwüstung“ waren die römischen Streitkräfte und kein angeblicher Antichrist in der Zukunft. Sagt Math. 24,34 und Parallelstellen aus, dass die angekündigten Ereignisse sich innerhalb der „Generation Christi“ erfüllten?
    Das ist die Zentrale Botschaft dieser „Kingdom Eschatology“ und widerspricht der heute gängigen Auslegungen.

    Ich denke die Hure Babylon wurde 70 n.Chr. gerichtet, womit sich ein Teil der Offenbarung erfüllt hat. Vielleicht hat sich alles schon erfüllt, abgesehen von der Wiederkunft des Herrn? Genau das ist das Thema womit ich mich beschäftige, und diese Seite ist momentan die Einzige, welche ich kenne wo ähnliche Ansichten vertreten werden.

    Was ich mich auch Frage, wenn sich „alles“ im „irdischen Bereich“ schon erfüllt hat, wiederholt es sich geistlich Betrachtet noch einmal? Das die Hure noch einmal Gericht erfahren wird?

    Ich freu mich auf eine Antwort.
    Ich wäre auch sehr gern für einen ausführlicheren Dialog per Mail bereit
    um bestimmte Punkte zu besprechen.

    Ich würde mich jedenfalls sehr freuen.
    Liebe Grüße

    1. christozentrisch

      „Kingdom Eschatology“ kann (so weit ich weiß) dem Teilpreterismus zugeordnet werden. Der Teilpreterismus besagt, dass die Prophetien von Matth 24, Lukas 21 oder der Offenbarung sich in 70 nach Chr erfüllt haben. Dieses Geschlecht, d.h. diese jetzige Gegeration, wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht (Matth 24,34). Was noch nicht erfüllt wurde, ist die Wiederkunft des Herrn und die Auferstehung der Toten. Vollpreteristen behaupten dagegen, dass wir keine Wiederkunft des Herrn mehr erwarten müssen. Der Vollpreterismus ist deshalb eine Irrlehre. Dagegen bewegen sich Befürworter des Teilpreterismus im Rahmen der Orthodoxie. Die Frage ist, ob sie recht haben. Die Antwort ist nicht einfach. Ich glaube, zum Teil haben sie recht, zum Teil nicht.
      Die meisten sehen in dem ersten Tier von Offb 13 das römische Reich. Wenn wir uns die Beschreibung anschauen, die Johannes von diesem Tier macht (Vers 2), merken wir, dass es die Merkmale aller Tiere von Daniel 7 besitzt. Deshalb ist dieses Tier nicht ein bestimmtes Reich, sondern ein Bild für alle antichristliche Mächte: die damalige (Rom) aber auch die zukünftigen.
      Preteristen bevorzugen eine wörtliche Interpretation der Bibel. Die Stadt von Offb 11 ist für sie die irdische Jerusalem und der Tempel der materielle Tempel. Deshalb müssen die 2 Zeugen auch reale Propheten sein. Aber wer sind sie denn? Viel spricht in diesem Kapitel für eine allegorische Interpretation:
      – Die 2 Zeugen sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen und wenn ihnen jemand Schaden tun will, so kommt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde…
      – Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde.
      Für mich sind deshalb diese 2 Zeugen ein Bild für alle Martyrer. Sie sind auch die Martyrer von Offb 20,4. Die 1260 Tage symbolisieren die Zeit der Gemeinde (siehe auch Offb 12,6 wo die Frau während dieser Zeit in der Wüste ernährt wird).
      Die Hure Babylon ist zum Teil die damalige Jerusalem aber nicht nur. Sie ist auch ein Bild für die sozio-religiöse Welt, die jede antichristliche polistische Macht unterstützt.
      Soweit für heute. Ich denke, du wirst darauf reagieren und freue mich schon auf einen weiteren Austausch.
      Liebe Grüße,
      Jean-Louis

  11. Hallo Jean-Louis,

    ich habe mal eine Verständnisfrage zur allegorischen Auslegung von Offenbarung 20:

    „Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht;“ (Verse 5-6a)

    Ist die 1. Auferstehung hier geistlich zu sehen? Denn die leibliche Auferstehung haben ja die verstorbenen Gläubigen noch nicht, oder?
    Sonst hätten wir doch ein „Problem“ :D

    Liebe Grüße,
    Simon

    1. christozentrisch

      Hallo Simon,
      es gibt zwei Möglichkeiten:
      (1) Die 1. Auferstehung ist geistlich zu sehen. Sie betrifft diejenigen, die Gott mit Christus auferweckt hat (siehe Epheser 2,4-7). Obwohl einige das Martyrium erlebt haben, leben sie weiter im Paradies. Die anderen, die noch am Leben sind, herrschen auf der Erde. Johannes hatte im Kapitel 1, V.9 gesagt: Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus
      (2) Johannes sieht wie die treuen Zeugen, die ihr Leben für Christus gegeben haben, im Paradies mit Christus herrschen. Sie herrschen, weil sie mit Christus zum ewigen Leben auferweckt worden sind.
      Die 2. Auferstehung ist die leibliche Auferstehung. Die anderen Toten, die am Ende lebendig werden, sind die Verlorenen. Sie werden auferweckt, um den 2. Tod zu „schmecken“ (das ist die ewige Verdammnis).

      1. Vielen Dank für die Antworten.

        Was denken Sie darüber, dass „Satan die Völker nicht mehr verführe“?
        Dass tut er doch seit Jesu Himmelfahrt auch weiterhin, oder nicht?

        Hatten Sie dazu schon Gedanken?

        Liebe Grüße
        Simon

      2. christozentrisch

        Offb 20 sollte nicht wortwörtlich verstanden werden. Die Vision bezieht sich auf die weltweite Verkündigung des Evangeliums. Das Heil wird während dieser Gnadenzeit nicht mehr ausschließlich Israel angeboten sondern allen Völkern der Erde.
        Jesus ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben worden (Matth 28,18). Er hat den starken Mann durch seine Erscheinung gebunden (siehe Matth 12,29). Der Fürst dieser Welt ist ausgestoßen worden (Joh 12,31). Die Jünger haben Macht über alle Gewalt des Feindes (siehe Lukas 10,17-19). Wenn am Ende Satan losgelassen wird, dann kommt der große Abfall und der Antichrist wird offenbart.

  12. Richard

    Nach zwei Weltkriegen und mit ein wenig offenen Augen für das Zeitgeschehen sollte inzwischen eigentlich klar sein wie Offb 20 zu verstehen ist bzw. ob wir uns bereits in diesem Reich befinden. Ich denke, dass ein wenig Geschichts- und Zeitverständnis eine Voraussetzung zum rechten Bibelverständnis ist. Wir sollten uns mit unseren Vorstellungen nicht vor der Welt blamieren, siehe auch 2.Tim 2.18!

    1. Ob ich mich „vor der Welt“ blamiere, interessiert mich wenig. Wichtig ist, dass ich nicht vor Gott schamrot werde. Die Vorstellung, dass am Ende einer irdischen Herrschaft, wo Christus die Nationen mit einem eisernen Stab regieren würde, Satan noch losgelassen wird und diese Völker zum Krieg gegen Menschen mit einem auferstandenen Leib verführt, ist aus meiner Sicht noch blamabler.
      Hymenäus und Philetus werden von Paulus verurteilt, weil sie die leibliche Auferstehung vollkommen abgelehnt haben und behauptet haben, dass es keine andere Auferstehung als eine geistliche geben wird (wie die Vollpräteristen heute). In Offenbarung 20 ist mit der ersten Auferstehung diegeistliche Auferstehung gemeint. Im Blick sind diejenigen, die mit Christus „auferstanden“ sind (siehe Kol 2,12 ; 3,1 und Eph 2,5-6). Sie herrschen im Himmel mit Christus, obwohl sie vor den Augen der Welt getötet wurden. Johannes sieht ihre Seelen, nicht ihre Leiber. Der Aufstand von Off 20,8 ist der selbe wie am Ende von Kapitel 19. Gebraucht werden genau dieselben Bilder wie in Hesekiel 39. Offenbarung 20 ist nur eine Rekapitulation der Geschichte.

  13. Richard

    In der Bibel gibt es viele Symbole und Vorbilder die anhand der Bibel zu deuten sind, siehe z.B. der Hebräerbrief. – Die Offenbarung verwendet ebenfalls zum Teil die Bildsprache: so handelt es sich bei den Posaunen nicht um Musikinstrumente und bei den Zornesschalen nicht um Ton- oder Metallgefäße. Das darf uns aber nicht dazu verleiten, alles was nicht in unser Konzept passt, willkürlich als Symbol zu deuten, so auch nicht Offb 20. – Ich möchte mal behaupten dass die symbolische Deutung von Offb 20 ein Anfang der liberalen Theologie war, die inzwischen der ganzen Bibel nur noch einen frei interpretierbaren symbolischen Wert zumisst, der mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Danach war es für die Aufklärung ein leichtes, den gesamten Protestantismus zu übernehmen siehe Offb 3.1.

    1. Und da gerade liegt die Schwäche des Dispensationalismus. Man möchte die historisch-kritische Methode bekämpfen, weil sie die Autorität der Schrift unterminiert, und verfällt dabei in eine verkürzte und naive Sicht der Bibel. Richard, wer interpretiert die Bibel willkürlich? Du oder ich? Ich versuche sie grammatisch-historisch zu verstehen. Ich stelle z.B. nicht in Frage, wie du, dass eine himmlische Posaune tatsächlich ein Musikinstrument ist. Das ist wirklich nicht der Punkt: in der Offenbarung wird der Begriff „Posaune“ im Sinne von 3.Mose 25,9 verwendet. Es ist ein Signal, das beim Volk Gottes einer Interpretation bedarf.

      1. Richard

        Einverstanden, die Posaunen dürfen wir durchaus nach unserem Verständnis auffassen. Maßgebend ist ja was diese Posaunen auslösen. – Nehmen wir ein klareres Beispiel: Die „vier Ecken der Erde“ und die „vier Winde“ aus Offb 7.1 müssen wir wohl bildlich deuten um die Weissagung zu verstehen. – Was uns wie schon gesagt, nicht autorisiert Offb 20 nach eigenen Vorstellungen oder aus Rücksicht zu irgend einer Kirche oder Theologie umzudeuten. Offb 22.19.

  14. Richard

    Als im Jahre 381 der römische Kaiser Theodosius I das Christentum zur Staatsreligion erklärte, hätte man annehmen können, das Millennium hätte begonnen, wobei der Röm. Kaiser die Position Christi eingenommen hätte (!) – Was sprach dagegen? 1. Christus war noch im Himmel, nicht auf der Erde, 2. Das Christentum war nicht rein, es hatte einen schwachen Bezug zur Bibel und zu den Menschen. 3. Die Herrschaft beschränkte sich auf das Römische Reich welches bekanntlich unterging. 4. Im Neuen Testament, das auch in jener Zeit galt, sollten die Christen nach 1.Thess 1.10 „seinen Sohn aus den Himmeln erwarten“ 5. Im Gegensatz zu Offb 20 war der Teufel damals und ist bis heute nicht gebunden: „Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne. 1.Petrus 5.8.

    1. Ich sehe nach wie vor zwei Probleme bei dir:
      (1) die falsche Voraussetzung, dass die Bibel fast immer buchstäblich zu verstehen ist. Ich sage noch einmal, dass wir die Schrift grammatisch-historisch auslegen sollen. Es gibt in der Bibel verschiedene Textgattungen. Wenn wir das tun, ist es kein Angriff auf ihre Autorität und Zuverlässigkeit. Wenn Offenbarung 20 sagt, dass der Teufel gebunden ist, ist es wie wenn Paulus im Kolosserbrief sagt, dass Gott „die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert hat“. Christus hat den „starken Mann“ durch sein erstes Kommen besiegt. Der Teufel tobt noch, aber er ist besiegt und kann nur diejenigen verführen, die nicht in Christus verwurzelt leben.
      (2) ein falsches Verständnis vom Reich Christi. Christus will in erster Linie geistlich über uns herrschen, solange wir in diesem sündhaften Leib sind, denn Fleisch und Blut können seinen Willen nicht tun. Deshalb ist deine Parallele mit der Herrschaft Theodosius fehl am Platz. Christus wird schon sichtbar herrschen, aber erst wenn seine Kinder verherrlicht sind und einen Auferstehungsleib haben. Christus wird niemals über Menschen herrschen, die am Ende noch gegen ihn rebellieren. Deshalb sind viele Prophetien der Bibel als Bilder für das Endgericht zu deuten. Ich verstehe zum Beispiel Verse wie Jesaja 60,12 oder Sacharja 14,17 so.

  15. Richard

    Bezieht sich das Millennium von Offb 20 auf die „kirchliche Herrschaft“ der Gegenwart, oder geht es um ein von Christus beherrschtes 1000 Jähriges Zeitalter in der Zukunft? – Bereits der erste Vers der Offenbarung deutet auf ein zukünftiges, wörtliches Reich hin, das sich von der Gegenwart deutlich abhebt: „Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen was bald (in Kürze, en tachei, plötzlich) geschehen muss. Offb 20 befindet sich denn auch chronologisch hinter verschiedenen Ereignissen, die die Welt bisher noch nicht gesehen hat. Wir dürfen uns also auf paradiesische Zeiten freuen Offb 19.6!

    1. Zitat: Bereits der erste Vers der Offenbarung deutet auf ein zukünftiges, wörtliches Reich hin, das sich von der Gegenwart deutlich abhebt: „Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen was bald (in Kürze, en tachei, plötzlich) geschehen muss.
      – Schöner Widerspruch !!! en tachei bedeutet „IN KÜRZE“ und nicht in der weiten Zukunft, oder?

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