Das dialogische Prinzip des Gottesdienstes

modern_worshipVor langer Zeit hatte ich schon einen Artikel über das regulative Prinzip der Anbetung geschrieben. Regulativ heißt, dass die Bibel gewisse Regeln für den Gottesdienst aufstellt, wie zum Beispiel: Was zu einem Gottesdienst gehört und was nicht. In der Gemeinde, wo ich bin, gibt es zum Beispiel keine Gästegottesdienste. Das heißt nicht, dass wir nur unter Christen sind und bei uns keine Gäste willkommen sind. Nein, wir sind nur der Meinung, dass der Gottesdienst in erster Linie für Gottes Volk ist. Wir freuen uns natürlich, wenn Kirchenfremde bei uns das Evangelium hören wollen, aber wir denken nicht, dass bei uns ein Kabarett notwendig ist; wir bieten unseren Mitgliedern keine schauspielerischen Szenen, Pantomime oder ähnliche Kunststücke an.

Oh wie schade! Würdet ihr das tun, hättet ihr sicherlich mehr Zuschauer.

– Wir wollen aber keine Zuschauer haben, sondern Anbeter. Sicherlich wünschen wir uns manchmal eine größere Gemeinde, aber wir wissen, dass so etwas nur möglich ist, wenn Gott selbst Wachstum schenkt, nicht wenn wir den Menschen attraktive Programme anbieten. Wir gehen auf die Straße und predigen das Evangelium, und deshalb klatschen die Menschen nicht bei uns. Einige beschimpfen uns sogar, noch andere hören jedoch mit Neugier zu.

Wir glauben, dass neben dem regulativen Prinzip ein zweites wichtiges Prinzip unseren Gottesdienst leiten soll. Der Gottesdienst ist ein D I A L O G  zwischen Gott und seinem Volk. Das war schon im Alten Testament mit Israel so. Das ist auch im Neuen Testament mit Gottes neuem Volk so.

Was heißt Dialog? Es bedeutet, dass wenn wir uns versammeln, Gott gegenwärtig ist und zu uns reden möchte. Gott ist kein Zuschauer, der Spaß an unseren Kunsstücken hat, sondern er ist ein Gott, der uns durch sein Wort erquicken und Leben schenken möchte.

So hört nun auf mich, meine Söhne! Wohl denen, die meine Wege einhalten! Hört die Mahnung und werdet weise und schlagt sie nicht in den Wind! Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, dass er wache an meiner Tür täglich, dass er hüte die Pfosten meiner Tore! Wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom HERRN. Sprüche 8, 32-35

Gerade weil Gott so ist, ist es unser Wunsch, Gott durch Lieder und Gebete zu loben. Das wollen wir mit Dankbarkeit und Freude machen, aber auch mit Ehrfurcht, weil Gott ein heiliger Gott ist. So sieht DIALOG aus: Gott redet zu uns durch die Bibel und wir antworten mit unserem Lobpreis und unseren Gebeten.

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Epheser 5,19-20

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