Gottesdienst ist Beziehungssache

Im Alten Testament war der Gottesdienst, der Gott gefiel, nicht in erster Linie zeremoniell. Anbetung war Beziehungssache. Die Herzenseinstellung war der wichtigste Bestandteil der Beziehung zu Gott:

Schlachtopfer und Speisopfer gefallen dir nicht, aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben: Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. Psalm 40,7-9

Eine wichtige Voraussetzung für den Gottesdienst Israels war, dass Gott in der Mitte seines Volkes bleibe. Das heißt, er sollte tagtäglich erfahrbar sein, nicht nur am Sabbat:

Ich will meine Wohnung unter euch haben und will euch nicht verwerfen. Und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. 3.Mose 26,11-12

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Das Problem des Bösen

Leid2Das Warum des Bösen und des Leidens in der Welt ist eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Atheisten haben vielleicht eine schnelle Antwort dazu, aber Menschen, die an Gott glauben, bleiben vor einem ungelösten Rätsel. Wenn es einen Gott gibt, der zugleich allmächtig und liebevoll ist, wie kann er so viel Böse auf Erden zulassen?

Spricht das Übel nicht gerade dafür, dass das Leben auf dieser Erde das Produkt einer blinden Evolution und einem unvorhersehbaren Schicksal ausgeliefert ist?

Wenn Gott doch existiert, wie kann er zusehen, dass so viele unschuldige Menschen durch Kriege, Krankheiten oder Hungersnöte sterben müssen? Die Antwort liegt auf der Hand: Entweder ist ein solcher Gott nicht allmächtig oder er hat keine Liebe.

Wenn wir uns mit dieser Frage befassen, dürfen wir zwei wichtige Aspekte nicht vergessen. Der eine ist logischer Art, der andere wahrscheinlichkeitstheoretisch:

  1. Können Gott und das Böse gleichzeitig existieren?
  2. Falls ja, wie wahrscheinlich ist die Existenz Gottes angesichts des Bösen?

Gemäß dem logischen Problem des Bösen kann ein liebender Gott das Böse nicht zulassen. Das Böse existiert. Deshalb kann Gott nicht existieren.

Dadurch dass wir viele Hinweise für ein gewisses Chaos im Universum haben, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiser Architekt existiert? Da oft böse Menschen ein langes und glückliches Leben haben und viele Unschuldige leiden und früh sterben müssen, wie ist so etwas mit Gottes Gerechtigkeit zu vereinbaren?

Diese beiden Aspekte wollen wir im Folgenden gleichzeitig behandeln.

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