Jesus Christus, wahrer Gott

Vor ein Paar Tagen habe ich eine Einladung der Zeugen Jehovas erhalten: es ging um eine Konferenz über die Person Jesu. Ich unterhalte mich gerne mit den Zeugen Jehovas aber ich werde nicht diese Veranstaltung besuchen, weil ich schon genau weiß, was sie über Jesus Christus behaupten werden. Wie die Arianisten damals verwerfen nämlich die Zeugen Jehovas die biblische Lehre der Dreieinigkeit (oder Dreifaltigkeit). Für sie ist Jesus Christus ein Gott aber nicht der ewige Gott.

Die Bibel lehrt jedoch ganz klar – und dies an vielen Stellen, dass Jesus Christus der menschgewordene ewige Sohn Gottes ist. Er wurde nie erschaffen, sondern genießt eine ewige Gemeinschaft mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Es ist heilsnotwendig, dass wir erkennen, wer Jesus wirklich ist.

Der Heidelberger Katechismus unterstreicht, wie notwendig es ist, dass unser Heiland wahrer Gott sei:

17. Frage: Warum muss er zugleich wahrer Gott sein?
Nur wenn er zugleich wahrer Gott ist, kann ein Mensch die Last des Zornes Gottes ertragen und uns die Gerechtigkeit und das Leben erwerben und wiedergeben.

In anderen Worten hätte eine andere Person als Gott selbst nicht die Macht, uns von der Sünde und deren Folgen zu erlösen. Weiterlesen „Jesus Christus, wahrer Gott“

Was beinhaltet das Evangelium?

Was beinhaltet das Evangelium? Was muss man glauben, um gerettet zu werden? Was muss ein Christ sagen, wenn ihm diese Frage gestellt wird.

Ich möchte hier versuchen, die Botschaft des Evangeliums in wenigen Punkten zusammen zu fassen:

  1. Gott ist der allmächtiger Schöpfer des Universums. Seit der Ewigkeit her ist er vollkommen gut, heilig und gerecht.
  2. Es war sein guter Wille, uns zu erschaffen. Unser Leben ist ein Geschenk und liegt ganz in seiner Hand.
  3. Wir wurden als verantwortliche Wesen geschaffen, um unserem Schöpfer frei zu dienen und seine Liebe zu genießen.
  4. Unsere ersten Vorfahren, und anschließend wir, haben Gott den Rücken gekehrt. Die Folgen von diesem Ungehorsam sind die Trennung von ihm und die Sündhaftigkeit unserer jetzigen Natur.
  5. Gott redet dennoch zu uns durch das Gewissen, welches uns verurteilt, und vor allem durch sein geoffenbartes Wort, die Bibel.
  6. Gott zeigt uns durch sein Gesetz wie Er ist und was Er von uns verlangt. Seine Gebote sind gut und gerecht. Wer sie erfüllt, wird leben.
  7. Wegen unserem sündigen Zustand können wir aber die Anforderungen des Gesetzes nicht erfüllen und machen uns vor Gott noch mehr schuldig.
  8. Die Konsequenz für unsere zahlreichen Übertretungen ist der ewige Tod. Wir werden eine Ewigkeit lang den gerechten Zorn Gottes spüren müssen.
  9. In seiner Liebe hat sich der dreieinige Gott einen Rettungsplan ausgedacht. Die zweite Person der Dreifaltigkeit, der Sohn Gottes, war vom Anfang an bereit, diesen Plan umzusetzen
  10. Als die Zeit gekommen ist, wurde er Mensch und von einer Frau geboren. Gott wurde ein Mensch aus Fleisch und Blut, ohne jedoch die sündige Natur des Menschen zu erben.
  11. Jesus Christus hat unter dem Gesetz gelebt und war sein Leben lang vollkommen gehorsam. Nie hat Er ein einziges Gebot übertreten, obwohl er uns in allem ähnlich war.
  12. Jesus ist am Kreuz stellvertretend für uns Sünder gestorben. Er hat den Zorn Gottes an unserer Stelle gespürt und die gerechte Strafe für die Sünde auf sich ergehen lassen.
  13. Am dritten Tag ist er auferstanden, wurde von vielen gesehen und nach 40 Tagen ist er zurück zum Vater gegangen. Er wird zurückkommen und die Welt richten.
  14. Wer an sein stellvertretendes Opfer glaubt und von seiner bisherigen Lebensweise umkehrt, empfängt die Vergebung der Sünden und wird gerecht gesprochen.
  15. Er/sie steht nicht mehr unter dem Zorn Gottes, sondern ist vom Tod zum Leben übergegangen. Er/sie wird dann als Kind Gottes angenommen und das ewige Leben erben.

Offenbarungsgaben

Bei der Beantwortung der Frage, welche Geistesgaben noch heute in Kraft sind, ist viel Einsicht erforderlich. Viele Christen verfallen in einen extremen Rationalismus, in dem sie alle übernatürliche Gaben für die heutige Zeit ablehnen, während andere eine perfekte Kontinuität in allen Zeitepochen sehen und somit die biblische Geschichte zeitlich „platt bügeln“ (siehe Hebräer 1: 1-2a).

Wir befassen uns in dieser Studie mit den sogenannten Offenbarungsgaben. Das sind neutestamentlichen Geistesgaben wie zum Beispiel die Prophetie oder das Zungenreden. Wir vertreten die Position, dass diese Gaben im normalen Leben der Gemeinde aufgehört haben, weil sie, wie wir sehen werden, ihre Funktion bereits erfüllt haben.

Die Bibel sagt nirgendwo, dass übernatürliche Geistesgaben wie die Gabe der Heilung, der Wunder oder der Unterscheidung aufgehört hätten, obwohl davon auszugehen ist, dass diese besondere Geistesgaben heute nur selten vorkommen. Viele angebliche Wunderheiler sind in Wirklichkeit nur Scharlatane.

Der Glaube ist ein für allemal überliefert worden

Wenn wir sagen, dass Gott noch heute redet, meinen wir nicht damit, dass Er uns neue Offenbarungen neben der Schrift schenkt, sondern dass Er durch die Bibel spricht oder uns Erkenntnisse schenkt, die wir aus der Heiligen Schrift zum Teil entnommen haben.

Wenn in der Predigt ein Pastor die Schrift richtig auslegt, erstellt er geistliche Zusammenhänge, die in irgendeiner Weise prophetisch sind (in diesem Sinne ist er ein Prophet!) aber er vermittelt grundsätzlich keine neuen Erkenntnisse. Weiterlesen „Offenbarungsgaben“