Kann ein Christ verloren gehen?

Der fünfte Punkt des Calvinismus spricht von der Beharrlichkeit der Heiligen. Damit wird unterstrichen, dass ein Christ, der durch die Wiedergeburt zu einem neuen Menschen geworden ist, dessen Sünden durch das kostbare Blut Christi gedeckt worden sind, seine Position als Kind Gottes nicht verlieren kann.

Diese Behauptung wirft viele Fragen auf: Was ist mit Heiligen gemeint? Was ist mit den Christen, die offensichtlich ihren Glauben abgeschworen haben? Treibt uns diese Lehre eventuell zur Faulheit?

Was ist ein Heiliger ?

Mit Heiligen sind keine Christen gemeint, die eine moralische Vollkommenheit erreicht hätten, wie die katholische Kirche es oft versteht, sondern einfach diejenigen, welche die Vergebung ihrer Sünden erfahren haben. Wenn die Bibel von einem Heiligen spricht, meint sie einen Sünder, den Gott erkauft hat und der seinem alten verkehrten Leben den Rücken gekehrt hat. Weiterlesen „Kann ein Christ verloren gehen?“

Muss man Gott fühlen, um zu glauben?

Viele Christen meinen, sie können Gott nicht fühlen und deshalb fällt es ihnen schwer, in ihrem Glaubensleben voran zu kommen. Wenn Gott in ihrem Leben mächtig eingreifen würde, so sagen sie, dann wäre das der ausschlaggebende Punkt für ihren Glauben. Sie könnten sich mit Überzeugung für Ihn einsetzen. Im Grunde suchen sie dabei Beweise für die Existenz Gottes, ohne es zuzugeben.

„Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht“, sagte der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906-1945). Damit meinte er, Gott lässt sich nicht unserem Verstand unterwerfen. Gott offenbart sich auch nicht gerade, wo und wann wir Ihn brauchen. Sicherlich gibt Er genug Zeichen von seiner Macht und Liebe, aber nicht gerade wie es uns passt. Denn Gott ist souverän, wir können Ihn nicht zwingen. Wenn Er manchmal Gebete beantwortet, die seinem Willen nicht unbedingt entsprechen, ist es nur, weil Er uns gnädig ist. Weiterlesen „Muss man Gott fühlen, um zu glauben?“