Wird ganz Israel errettet?

Es wird den Reformierten vorgeworfen, sie würden in Bezug auf Israel eine Substitutionstheologie vertreten. Dieser Begriff bedeutet, dass das von Gott erwählte Volk Israel durch die Kirche ersetzt (substituiert) worden ist. So wäre die Kirche das neue Israel und hätte alle Verheißungen an Israel geerbt. Die Israeliten hätten in diesem Zusammenhang nur eine Zukunft innerhalb der Kirche.

Diese Behauptung entspricht aber nicht der Wahrheit; die von den Reformierten vertretene Bundestheologie sieht nicht vor, dass das neue sichtbare Reich der Kirche (so wie die Katholiken es verstehen) das alte irdische Reich Israels ersetzt hätte. Sie sieht eher eine verborgene Kontinuität zwischen dem Gnadenbund im Alten Testament und im Neuen Testament, in dem sich die Verheißungen an das Volk Israel wohl erfüllen können. Weiterlesen „Wird ganz Israel errettet?“

Bibeltreue und Irrtumslosigkeit der Schrift

In der Debatte um die Irrtumslosigkeit der Bibel wird von einigen evangelikalen Theologen versucht, eine neue Definition zur Bibeltreue zu formulieren. So behauptet zum Beispiel Gerhard Hörster, langjähriger Rektor am Theologischen Seminar des Bundes Freier Evangelischer Gemeinden, dass es in der Bibel um die Beziehung zu dem lebendigen Gott geht und nicht um sachliche Richtigkeiten (Vgl. Markenzeichen „bibeltreu“. Die Bibel richtig verstehen, auslegen, anwenden. Brunnen, 1990). Damit ist klar, dass da wo man keine sachliche Richtigkeit findet, Gottes Wort auch nicht zu finden ist

Für diese Theologen (G. Hörster, Heinzpeter Hempelmann und andere) ist man nicht bibeltreu, wenn man an der Unfehlbarkeit der Bibel glaubt, sondern wenn man die Bibel gleichzeitig als Gottes Wort und Menschenwort betrachtet. Weiterlesen „Bibeltreue und Irrtumslosigkeit der Schrift“